Autor: Heiko Weckbrodt

Die TU Dresden hat einen Großteil ihrer Forschungen an der Elektronik der Zukunft im Exzellenz-Cluster cfaed konzentriert. Die Forscher dort hoffen, dass es auch in der nöchsten Vergaberunde Exzellenz-Millionen für ihre Arbeit gibt. Foto: Jürgen Lösel, TU Dresden

Dresden vergibt neuen Preis für exzellente Nachwuchsforscher

Preise in 4 Kategorien sind mit insgesamt 30.000 Euro dotiert Dresden, 12. Oktober 2017. Um herausragende Nachwuchsforschung in Dresden zu fördern, lobt die Stadt Dresden erstmals „Dresden Excellence Awards“ aus. Insgesamt wird die Jury aus Fachleuten unter Vorsitz von Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) vier dieser Exzellenzpreise vergeben, die mit insgesamt 30.000 Euro dotiert sind. „Bewerben können sich Absolventinnen und Absolventen sowie Graduierte Dresdner Hochschulen und Universitäten sowie der Berufsakademie Sachsen Staatliche Studienakademie Dresden mit exzellenten Diplom-, Master und Bachelor-Arbeiten sowie Promotionen und Habilitationen“, kündigte die Stadtverwaltung an. Preise in 4 Kategorien sind mit insgesamt 30.000 Euro dotiert Dresden, 12. Oktober 2017. Um herausragende Nachwuchsforschung in Dresden zu fördern, lobt die Stadt Dresden erstmals „Dresden Excellence Awards“ aus….

Mit Super-Lasern wie dem Draco und Penelope wollen die Rossendorfer Forscher sehr kompakte Protonenbeschleuniger konstruieren, die zum Beispiel Hirnkrebs-Therapien auch in kleineren Krankenhäusern möglich machen sollen. Foto: HZDR/Jürgen Lösel

Vom DDR-Atomtraum zum planetaren Schutzschild

25 nach dem Neustart: Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf feiert neue Weichenstellung nach der Wende Dresden, 12. Oktober 2017. Was einst als Wiege eines DDR-Atomprogramms gedacht war, ist heute ein deutschlandweit führendes Zentrum für Materialforschung, modernste Krebstherapien, Ressourcen-Wiedergewinnung, Supercomputer-Simulationen und andere Disziplinen: Mit einem Symposium, Vorträgen und Filmvorführungen am 12. und 13. Oktober feiert das heutige Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) seinen Neustart vor 25 Jahren. Damals entstand aus dem Zentralinstitut für Kernforschung (ZfK) der DDR das „Forschungszentrum Rossendorf“ (FZD), das 2011 schließlich in die Helmholtz-Gemeinschaft wechselte. Die Belegschaft hat sich seither auf rund 1000 Mitarbeiter verdoppelt – darunter 30 Professoren. Das Gesamtbudget betrug im Jahr 2016 rund 130 Millionen Euro – inklusive 20 Millionen Euro aus Projekt- und Drittmitteln. 25 nach dem Neustart: Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf feiert neue Weichenstellung nach der Wende Dresden, 12. Oktober 2017. Was einst als Wiege eines DDR-Atomprogramms gedacht war, ist heute ein deutschlandweit führendes Zentrum…

Raureifbildung auf einer Oberfläche unter dem Mikroskop betrachtet. Foto. EISAB

Dresdner Polymerhaut soll Windräder und Flugzeuge eisfrei halten

TUD-Forscher stellen neue pyroelektrische Beschichtung in Schweden vor Dresden, 11. Oktober 2017. Maschinenbauer der Technischen Universität Dresden (TUD) haben gemeinsam mitdem Leibnitz-Institut für Polymerforschung Dresden eine aktive Polymerschutzhaut für Windkrafträder und Flugzeuge entwickelt, die diese teuren Maschinen eisfrei macht. Diese innovative Beschichtung wollen sie auf der schwedischen Messe „ELMIA Subcontractor“ in Jönköping vom 14.-17. November 2017 der Fachwelt vorstellen. Die neue Polymerhaut könne Energieverluste und Wartungskosten senken, betonen die Ingenieure. TUD-Forscher stellen neue pyroelektrische Beschichtung in Schweden vor Dresden, 11. Oktober 2017. Maschinenbauer der Technischen Universität Dresden (TUD) haben gemeinsam mitdem Leibnitz-Institut für Polymerforschung Dresden eine aktive Polymerschutzhaut für Windkrafträder…

Intel stellt Quanten-Chip vor

Supraleitender Rechner kann 17 Quantenbits laden Dresden, 11. Oktober 2017. Lange wurde nur über sie als „Super-Codeknacker“ geredet, nun kommen Quantencomputer immer mehr greifbare Nähe: Neben IBM hat nun auch Intel einen Quanten-Testchip vorgestellt. Der suptraleitende Tiefkühl-Chip kann bis zu 17 Quantenbits gleichzeitig laden. Er ging an Intels Kooperationspartner, das niederländische Forschungszentrum QuTech. Supraleitender Rechner kann 17 Quantenbits laden Dresden, 11. Oktober 2017. Lange wurde nur über sie als „Super-Codeknacker“ geredet, nun kommen Quantencomputer immer mehr greifbare Nähe: Neben IBM hat nun auch…

Mechatroniker Eric Howschke kontrolliert die Messwerte an einem Elektrolyse-Container von Sunfire Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

E-Kraftstoff für die Energiewende

Sunfire Dresden: Elektromobilität speist sich nicht nur Batterien – sondern auch aus Ökostrom-Sprit Dresden, 11. Oktober 2017. Wenn sich die Deutschen über Elektromobilität die Köpfe heiß reden, dann freut sich Sunfire-Geschäftsführer Nils Philipp Aldag sehr – obwohl das Dresdner Unternehmen keinen Cent an Elektroautos verdient. Aber: „Wir sind überzeugt, dass Elektromobilität nicht nur aus Elektroautos und Batterien besteht, sondern auch aus E-Kraftstoffen. Ohne die werden wir die Ziele unserer Energiewende nicht erreichen“, prophezeit er. Sunfire Dresden: Elektromobilität speist sich nicht nur Batterien – sondern auch aus Ökostrom-Sprit Dresden, 11. Oktober 2017. Wenn sich die Deutschen über Elektromobilität die Köpfe heiß reden, dann freut sich…

Mögliches Ziel terroristischer Angrffe: GPS-Satellit. Abb.: US Air Force/Wikipedia

Eichpunkte für Digital-Schatzsucher in Sachsen

14. und letzter geodätischer Referenzpunkt in Borna gesetzt Dresden/Borna, 10. Oktober 2017. Die Schatzsucher des Digitalzeitalters können sich nun genauer in Sachsen orientieren: Für Geocacher und andere, die mit ihren Smartphones metergenau navigieren wollen, gibt es nun insgesamt 14 Eichpunkte im Freistaat. „Jeder Landkreis und jede kreisfreie Stadt verfügt nun über mindestens einen Vermessungs-Referenzpunkt“, betonte Sprecherin Barbara Wolters vom Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen (GeoSN). 14. und letzter geodätischer Referenzpunkt in Borna gesetzt Dresden/Borna, 10. Oktober 2017. Die Schatzsucher des Digitalzeitalters können sich nun genauer in Sachsen orientieren: Für Geocacher und andere, die mit ihren…

Meister Rainer Jopp bei der Endkontrolle für den 1. e-Golf in der Gläsernen VW-Manufaktur Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Dresdner e-Golf weiter auf Erfolgskurs

In Norwegen meistzugelassene Fahrzeug Dresden/Oslo, 10. Oktober 2017. Der neue Elektrogolf aus Dresden fährt weiter auf Erfolgskurs. „In Norwegen liegen wir mit dem e-Golf nach neun Monaten an der Spitze aller zugelassenen Fahrzeuge, also nicht nur der e-Fahrzeuge“, berichtete Carsten Krebs, der Sprecher der Gläsernen Volkswagen-Manufaktur. In Norwegen meistzugelassene Fahrzeug Dresden/Oslo, 10. Oktober 2017. Der neue Elektrogolf aus Dresden fährt weiter auf Erfolgskurs. „In Norwegen liegen wir mit dem e-Golf nach neun Monaten an der Spitze…

Sowohl die Stadt wie auch die Telekom und andere private Anbieter haben den Glasfaser-Ausbau für schnelle Internet-Zugänge in Dresden inzwischen stark beschleunigt. Foto: Deutsche TelekomSowohl die Stadt wie auch die Telekom und andere private Anbieter haben den Glasfaser-Ausbau für schnelle Internet-Zugänge in Dresden inzwischen stark beschleunigt. Foto: Deutsche Telekom

Telekom startet Glasfaser-Programm für Gewerbegebiete

In Dresden wird Industriepark an Heeresbäckerei verkabelt Bonn/Dresden, 9. Oktober 2017. Die Deutsche Telekom hat heute ein Glasfaser-Ausbauprogramm gestartet, um bis Ende 2018 bundesweit insgesamt 100 Gewerbegebiete mit schnellen Internetanschlüssen auszurüsten. Zum Auftakt verkabelt das Unternehmen 20 Industrieparks in 14 Städten und Gemeinden mit Anschlüssen, die bis zu ein Gigabit Daten pro Sekunde übertragen können. In Dresden wird Industriepark an Heeresbäckerei verkabelt Bonn/Dresden, 9. Oktober 2017. Die Deutsche Telekom hat heute ein Glasfaser-Ausbauprogramm gestartet, um bis Ende 2018 bundesweit insgesamt 100 Gewerbegebiete mit schnellen Internetanschlüssen…

Dieser Leiterwagen steht für viele Tausende seiner Art, mit denen Flüchtlinge aus Pommern und Schlesien das Land Sachsen erreichten. Foto: Peter Weckbrodt

Massenflucht nach II. Weltkrieg im Fokus

Workshop im HAIT Dresden eröffnet Forschungsprojekt Dresden, 9. Oktober 2017. Aus Anlass der aktuellen Flucht- und Wanderbewegungen in Asien, Europa und Afrika wollen Historiker des Dresdner Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung gemeinsam mit Kollegen aus Erfurt und Siegen einen genaueren Blick auf die Massenflucht, Vertreibung und Zwangsmigration im Mitteldeutschland der Nachkriegszeit werfen. Workshop im HAIT Dresden eröffnet Forschungsprojekt Dresden, 9. Oktober 2017. Aus Anlass der aktuellen Flucht- und Wanderbewegungen in Asien, Europa und Afrika wollen Historiker des Dresdner Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung gemeinsam…

Der weltweit größte Ringbeschleuniger LHC am CERN ist nun wieder online und soll durch verstärkte Magneten und andere Aufrüstungen doppelt soviel Energie liefern. Foto: Daniel Dominguez und Maximilien Brice, Montage: CERN

Schüler suchen schwere Jungs und dunkle Materie im CERN

Junge Nachwuchstalente aus dem „Netzwerk Teilchenwelt“ dürfen an der Weltantwortmaschine experimentieren Dresden/CERN, 9. Oktober 2017. Drei Schüler und zwei Schülerinnen aus Radebeul, Bonn, Erlangen, Hersbruck und München bekommen durch die Vermittlung des Dresdner „Netzwerkes Teilchenwelt“ eine ganz besondere nachwuchswissenschaftliche Chance: Sie dürfen zwei Wochen an der Weltantwortmaschine unter der schweizerisch-französischen Grenze im „CERN“ forschen. Das teilten die Physiker der TU Dresden mit, die  das Netzwerk koordinieren. Junge Nachwuchstalente aus dem „Netzwerk Teilchenwelt“ dürfen an der Weltantwortmaschine experimentieren Dresden/CERN, 9. Oktober 2017. Drei Schüler und zwei Schülerinnen aus Radebeul, Bonn, Erlangen, Hersbruck und München bekommen durch die…

Blick in einer der 300-mm-Chipwerke von Foundry-Primus TSMC in Taiwan. Foto: TSMC

Chip-Foundries investieren in China

Umsatz der Auftragsfertiger steigt im Reich der Mitte um 16 % Peking/Taipeh, 9. Oktober 2017. TSMC, Globalfoundries und andere führende Chip-Auftragsfertiger bauen ihr Engagement in China aus: Sie gründen gemeinsame Unternehmen mit chinesischen Firmen und bauen eigene Produktionskapazitäten im Reich der Mitte aus. In diesem Jahr wird der Umsatz der weltweit größten Halbleiter-Foundries in China voraussichtlich um 16 % auf knapp sieben Milliarden US-Dollar zulegen. Das haben die Analysten von „IC Insights“ prognostiziert. Damit wachse der Chinaumsatz für diese Unternehmen doppelt so schnell wie ihr Gesamtumsatz. Umsatz der Auftragsfertiger steigt im Reich der Mitte um 16 % Peking/Taipeh, 9. Oktober 2017. TSMC, Globalfoundries und andere führende Chip-Auftragsfertiger bauen ihr Engagement in China aus: Sie gründen gemeinsame…

Andrés Lasagni (rechts) und Prof. Frank Mücklich (links) haben eine neue Methode gefunden, um mit Lasern sehr schnell Mikrostrukturen zu erzeugen.

Werkstoff-Preis für Dresdner Laserspezialist

Lasagni beeindruckte Fachgemeinde mit Laser-Nanostrukturen Dresden/Thessaloniki, 7. Oktober 2017. Weil er eine Technologie mitentwickelt hat, die für mehr Hygiene in Krankenhäusern und weniger Spritverbrauch in Autos sorgen kann, hat der Dresdner Laserspezialist Prof. Andrés Lasagni den „Materials Science and Technology Prize 2017“ bekommen. Die Federation of European Materials Societies (FEMS) würdigte damit während der Konferenz „EUROMAT 2017“ (17. bis 22.09.2017) in Thessaloniki Lasagnis Beiträge zur Materialwissenschaft und Werkstofftechnik. Lasagni beeindruckte Fachgemeinde mit Laser-Nanostrukturen Dresden/Thessaloniki, 7. Oktober 2017. Weil er eine Technologie mitentwickelt hat, die für mehr Hygiene in Krankenhäusern und weniger Spritverbrauch in Autos sorgen kann, hat der…

Die neue OLED-VR-Brille aus Dresden. Foto: Fraunhofer FEP

Organische Datenbrillen durch Augen gesteuert

Dresdner Fraunhofer-Entwickler sehen Potenzial nicht nur für Spiele, sondern auch im Profi-Einsatz Dresden/München, 6. Oktober 2017. Dresdner Fraunhofer-Ingenieure haben neue Datenbrillen mit organischen Mini-Bildschirmen entwickelt. Diese OLED-Display können 2D- und 3D-Computerbilder in einer Auflösung von 800 mal 600 Punkten vor jedes Auge des Betrachters projizieren. Dadurch sind sie fähig, sowohl Virtuelle Welten (Virtual Reality = VR) darstellen als auch die reale Umgebung des Brillenträgers anzureichern (Augemented Reality = VR). Besonderer Clou: Zwischen die organischen Leuchtdioden (OLEDs) haben die Fraunhofer-Experten auch Photodioden integriert. Dadurch kann die Brille durch Augenbewegungen gesteuert werden. Dresdner Fraunhofer-Entwickler sehen Potenzial nicht nur für Spiele, sondern auch im Profi-Einsatz Dresden/München, 6. Oktober 2017. Dresdner Fraunhofer-Ingenieure haben neue Datenbrillen mit organischen Mini-Bildschirmen entwickelt. Diese OLED-Display können 2D- und…

IWH-Vizepräsident Oliver Holtemöller . Foto: IWH

IWH: Osten hat zu wenig Spitzenforschung – außer Sachsen

Forscher sieht engen Zusammenhang zum stagnierenden Aufholprozess Ost Halle, 6. Oktober 2017. Mit Ausnahme von Sachsen sind ostdeutsche Bundesländer in der Spitzenforschung unterrepräsentiert. Darauf hat Oliver Holtemöller hingewiesen – er ist Leiter der Abteilung Makroökonomik am Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Dies hänge indirekt auch mit dem schleppenden Aufholprozess Ost zusammen, meint er. Forscher sieht engen Zusammenhang zum stagnierenden Aufholprozess Ost Halle, 6. Oktober 2017. Mit Ausnahme von Sachsen sind ostdeutsche Bundesländer in der Spitzenforschung unterrepräsentiert. Darauf hat Oliver Holtemöller hingewiesen – er…

Manufaktur-Gründerin Stephanie Oppitz schneidet Stoff für eine Außenwindel zu. Foto: Heiko Weckbrodt

Eine Manufaktur aus Dresden wider die Windelberge

Dresdner Ingenieurin Oppitz beliefert immer mehr Mütter mit eigenkreierten Baby-Mehrwegwindeln Dresden, 6. Oktober 2017. Es gibt Produkte, von denen glaubt man, sie seien nach Jahrzehnten des Feinschliffs einfach nicht weiter verbesserungsfähig. Und dann kommt ein pfiffiger Ingenieur daher und sorgt doch noch für einen Boah-Effekt. Windeln sind so ein Beispiel. Nur dass der Ingenieur hier eine Ingenieurin war, Stephanie Oppitz heißt und bei einem Ostseeurlaub durch Babys regelrecht zur Innovation gezwungen wurde. „Meine beiden jüngsten Kinder waren noch klein und das dritte gerade erst da,“ erinnert sie sich. „Nach drei Wochen stapelten sich die gebrauchten Windeln im Ferienhaus. Uns war klar: So geht das nicht weiter.“ Dresdner Ingenieurin Oppitz beliefert immer mehr Mütter mit eigenkreierten Baby-Mehrwegwindeln Dresden, 6. Oktober 2017. Es gibt Produkte, von denen glaubt man, sie seien nach Jahrzehnten des Feinschliffs einfach nicht weiter…