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Nur jedes 4. Unternehmen hält Frist für neuen Datenschutz ein

Nur ein Viertel der Unternehmen schätzt selbst ein, die neuen Datenschutz-Vorgaben fristgemäß zu erfüllen. Grafik: Bitkom

Nur ein Viertel der Unternehmen schätzt selbst ein, die neuen Datenschutz-Vorgaben fristgemäß zu erfüllen. Grafik: Bitkom

Datenschutz-Grundverordnung bleibt umstritten

Berlin, 17. Mai 2018. Rund drei Viertel der Unternehmen in Deutschland wird alle Vorgaben der neuen EU-weiten „Datenschutz-Grundverordnung“ (DS-GVO) fristgemäß zum 25. Mai 2018 umgesetzt haben. Das geht aus einer Umfrage des deutschen Digitalwirtschafts-Verbandes „Bitkom“ unter rund 500 Betrieben hervor.

41 % fordern eine längere Schonfrist

„Viele Unternehmen haben sich in der Vergangenheit zu wenig um den Datenschutz gekümmert und haben deshalb Nachholbedarf“, schätzte Bitkom-Präsident Achim Berg ein. 41 Prozent der Befragten plädierten daher für eine verlängerte Schonfrist nach dem 25. Mai, bei der mögliche Sanktionen ausgesetzt würden.

Wettbewerbsvorteil oder mehr Bürokratie?

Zu den neuen Datenschutz-Vorgaben steht die Wirtschaft laut Umfrage gespalten: Die eine Hälfte sieht dadurch Wettbewerbsvorteile für europäische Unternehmen erwachsen, aber ebenso viele rechnen auch mit komplizierteren Geschäftsprozessen. Neun Prozent sehen in der Verordnung sogar eine Gefahr für die eigene Geschäftstätigkeit.

Gegen die DS-GVO waren zuletzt mehrere Petitionen in Deutschland im Umlauf, die allerdings ohne greifbaren Erfolg blieben.

Informationen über die neue Verordnung hat der Bitkom auf einer gesonderten Internetseite aufbereitet, die hier zu finden ist.

hw

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