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Wundheil-Technologien werden zum Milliardenmarkt

Ein Spekrometer auf kleinstem Raum: Dieser flexible organische Sensor des Institut für Angewandte Photophysik (IAPP) der TU Dresden kann mit Nah-Infrarotstrahlen Proben berühungslos analysieren. Diese Technologie wollen die Physiker nun für elektronische Wundpflaster nutzen. Foto: Siegmund / IAPP

Ein Spekrometer auf kleinstem Raum: Dieser flexible organische Sensor des Institut für Angewandte Photophysik (IAPP) der TU Dresden kann mit Nah-Infrarotstrahlen Proben berühungslos analysieren. Diese Technologie wollen die Physiker für elektronische Wundpflaster nutzen. Foto: Siegmund / IAPP

Cambridge, 18. April 2018. Neue Technologien für die Behandlung und Heilung chronischer Wunden könnten sich in naher Zukunft weltweit zu einem Milliarden-Markt entwickeln. Das schätzt das Marktforschungs-Unternehmen „IDTEchEx“ aus Cambridge ein. Zu solchen innovativen Wundheil-Methoden gehören elektronische und Plasma-Verbände, Zelltherapien und antibakterielle Beschichtungen für Pflaster.

Überalterung und Pflegekosten sorgen für Nachfrage

Hintergrund sei die Überalterung der Gesellschaft in nahezu allen Industrieländern. Bis 2018 sei die Zahl der Senioren weltweit auf über eine Milliarde und die der Übergewichtigen auf zwei Milliarden angestiegen – Tendenz: stark steigend. Und gerade diese Bevölkerungsgruppen haben ein erhöhtes Risiko für chronische Wunden, zum Beispiel durch Zuckerkrankheit (Diabetes), Bein- und Liegegeschwüre. Hinzu komme, so die Analysten, dass gerade die Pflege von Patienten mit chronischen Geschwüren teuer sei und die Gesundheitssysteme in vielen Staaten zu überlasten drohe. Auch von daher werde die Nachfrage für kostengünstigere Heil- und Pflegetechnologien wachsen. Die „IDTEchEx-„Analysten rechnen damit, dass das Marktvolumen für solche Technologien in zehn Jahren – also 2028 – etwa 20 Milliarden Dollar (16,2 Milliarden Euro) groß sein wird.

Plasmapflaster aus Greifswald und Monitor-Verbände aus Dresden

Auch in Deutschland arbeiten Physiker, Biologen und andere Wissenschaftler an solchen Technologien. In Greifswald entwickeln Physiker beispielsweise Plasma-Pflaster, die die Wundheilung beschleunigen und selbst chronische Wunden schließen sollen. In Dresden forschen Spezialisten an Verbänden, die den Heilprozess überwachen, ohne dass die Binden geöffnet werden müssen.

Autor: hw

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