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Global Data: 5G-Funk kommt ab 2019

Die Zukunft hat bereits begonnen: Unternehmen aus Dresden und Ilmenau haben sich auf hochautomatisierte "Industrie 4.0"-Lösungen für Chipfabriken spezialisiert. Möglich machen dies u.a. flexible und autonome Roboter, deren Basisversionen von Metralabs in Thüringen angeboten werden. Ortner Dresden rüstet diese Roboter dann so aus, dass sie in Reinräumen selbstständnig Transportaufgaben übernehmen können. Foto: Metralabs

 Foto: Metralabs

Die ersten Mobilfunknetze der 5. Generation gehen zuerst in USA und Asien online, glauben die Analysten

London, 3. April 2018. Der Mobilfunk der 5. Generation (5G) geht ab 2019 schrittweise online. Die ersten massenmarkt-tauglichen Netze werden zuerst in den USA, Korea, Japan und China freigeschaltet. Das hat das Marktforschungs-Unternehmen „Global Data“ prognostiziert.

Nicht überall, wo heute 5G draufsteht, ist auch 5G drin

Zwar gebe es schon heute einige Pilotprojekte und auch Mobilfunk-Anbieter, die als „5G“ bezeichnet werden, räumten die englischen Analysten ein. Dabei handele es sich aber um Insel- und Zwischenlösungen, die nur Teilfunktionen von 5G-Funk realisieren.

LTE-Nachfolger könnte viele Branchen neu auswürfeln

Denn 5G werde sich nicht allein durch höhere Daten-Transfergeschwindigkeiten von mehreren Gigabit je Sekunde (Gbs) vom LTE-Mobilfunk (alias 4G) unterscheiden, betonte „Global Data“-Analyst Ed Gubbins: Vielmehr werde 5G „Menschen und Maschinen in einem gemeinsamen Netzwerk verbinden“ und neue Geschäftsmodelle und Marktanwendungen ermöglichen, „die die Mobilindustrie bisher nicht gesehen hat“.

Echtzeit-Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine

Funkexperten wie die Professoren Gerhard Fettweis, Frank Fitzek und Frank Ellinger vom „5G Lab Germany“ an der TU Dresden beispielsweise rechnen damit, dass 5G extrem reaktionsschnelle Mensch-Maschine-Schnittstellen (HMI) für Roboter, Autos und „Virtuelle Welten“ (VR) möglich machen wird.

Wettbewerbsdruck und Konsumenten-Neugier in Asien größer

Obwohl es starke 5G-Forschungscluster gerade in Deutschland und Großbritannien gibt, wird sich der neue Mobilfunk-Standard nach Ansicht der „Global Data“-Analysten aber nicht in Europa, sondern in Nordamerika und Asien durchsetzen. Die starke Nachfrage durch die in Asien besonders technikaffinen Konsumenten sowie der hohe Wettbewerbsdruck seien einer der Gründe, warum sich 5G gerade dort eher durchsetzen wird. Zudem seien die 4G-Netze in den USA, Korea, Japan and China technisch schon ziemlich ausgereizt.

Autor: hw

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