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Kot-Energie für kirgisische Bauern

Pferde im kirgisischen Pferde bei Inylchek. Foto: Jürgen Grösel, Wikipedia, CC4-Lizenz

Pferde im kirgisischen Pferde bei Inylchek.Foto: Jürgen Grösel, Wikipedia, CC4-Lizenz

Junge Ökologin aus Zentralasien forscht als Humboldt-Stipendiatin an der TU Dresden

Dresden/Bischkek, 31. März 2018. Kann Tiergülle eine wichtige Energie- und eine Düngerquelle für die Bauern im zentralasiatischen Kirgistan werden? Die junge Ökologin Gulnara Anapiiaeva aus der kirgisischen Hauptstadt Bischkek (ehemals „Frunse“) will dies an der Technischen Universität Dresden (TUD) ausloten: Als Humboldt-Stipendiatin und Gastwissenschaftlerin arbeitet sie ab April 2018 für ein Jahr an der Professur für Abfall- und Kreislaufwirtschaft von Prof. Christina Dornack in Pirna. Das teilte die TUD mit.

Gulnara Anapiiaeva. Foto. privat

Gulnara Anapiiaeva. Foto. privat

Dezentrale Mini-Biogasanlagen könnten kirgisische Brennstoff- und Düngerengpässe lindern

Hintergrund ihrer Forschungen sind steigende Energie- und Düngerpreise in Kirgistan. Was die Bauern dort aber mehr als reichlich haben, ist Viehdung. Diesen Kot könnten die Kirgisen in Biogas-Anlagen verarbeiten und daraus Brennstoff und Dünger gewinnen, hat sich Gulnara Anapiiaeva überlegt. „Viele dezentrale Kleinbiogasanlagen könnten selbst in entlegenen Regionen die Bevölkerung nachhaltig mit umweltfreundlicher erneuerbarer Energie versorgen“, hieß es von der Uni. „Als Nebenprodukt entstehender Dünger könnte die Landwirte unabhängiger von teuren chemischen Düngemitteln machen.“

Die Kunst des Gutzuredens

Ob sich allerdings Biogas-Technologien aus Europa auf Zentralasien übertragen lassen, will die junge Kirgisin während ihres von der Humboldt-Stiftung finanzierten TUD-Jahres eruieren. Auch seien soziale Fragen zu klären: Es gehe auch „um Überzeugungsarbeit vor Ort und eine gute Zusammenarbeit öffentlicher und privater Akteure“.

Autor: hw

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