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Sachsen fördert Forschung über die Zäsur 1918

Vor und während des I. Weltkriegs entstand eine Flut von teils handkolorierten Stereofotografien. Repro: MM-Filmpresse

Der Himmel schien nahe, als der „Große Krieg“ ausbrach. Nach vier Jahren Stahlregen veränderte sich die nicht nur die deutsche Gesellschaft dramatisch. Repro: MM-Filmpresse

Die Welt nach dem großen Krieg

Dresden, 20. März 2018. Wie hat der Ausgang des I. Weltkrieges die europäische Gesellschaft verändert? Wie sehr war 1918 auch eine Zäsur für Minderheiten, für Kino und Filmindustrie und für die Nahtstelle zwischen dem Deutschen Reich, Polen und der Tschechoslowakei? Diese und verwandte Fragen wollen sächsische Wissenschaftler in vier Forschungsprojekten ausloten. Das sächsische Wissenschaftsministerium (SMWK) fördert diese Untersuchungen unter dem Motto „1918 – Chiffre für Umbruch und Aufbruch“. Die Projekte starten in diesem Jahr und laufen bis Ende 2020. bis Ende 2020 mit 1,4 Millionen Euro.

Eva-Maria Stange. Foto: Götz Schleser

Eva-Maria Stange. Foto: Götz Schleser

Ministerin Stange: Schlüssel für das Heute

„Der Erste Weltkrieg und die Folgejahre sind ein Schlüssel für das historische Verständnis des Kommenden bis in unsere heutige Zeit“, schätzte die sächsische Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) ein. „Die Ergebnisse dieser umfangreichen Vorhaben werden daher mit Sicherheit dazu beitragen, nicht nur historische, sondern auch aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen besser nachvollziehen zu können.“

Die geförderten Projekte im Überblick:

(Quelle: SMWK):

Das Sorbische Institut in Bautzen

untersucht ab 1. April 2018 das Thema „1918 als Stunde Null der ,nationalen Minderheit‘. Zur Umweltgeschichte einer politischen Kategorie“. Das Projekt endet am 31.12.2020, die Fördersumme beträgt ca. 377.400 Euro.

Solche sperrigen Kamerass wurden einst eingesetzt, um die Kunstwerke für den Lichtdruck abzulichten. Foto: hw

Foto: hw

Das Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde in Dresden

wird mit 388.500 Euro gefördert und beschäftigt sich mit „1918 als Achsenjahr der Massenkultur. Kino, Filmindustrie und Filmdiskurse in Dresden vor und nach 1918“. Laufzeit des Projektes ist vom 1. Februar 2018 bis Ende 2020.

Das Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung Dresden

forscht seit 1. Februar 2018 und noch bis Ende 2020 über den: „Aufbruch zu Demokratie und Nationalstaatlichkeit im Dreiländereck, Deutschland – Polen – Tschechoslowakei nach dem ,Großen Krieg‘“ und erhält dafür etwa 414.000 Euro.

Das Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur „Simon Dubnow“ in Leipzig

forscht im Projekt „Protestantischer Kanon und jüdische Erfahrung in der Pluralismuskonzeption Horace M. Kallens“ seit 1. Februar 2018 und erhält bis Ende 2020 eine Fördersumme von ca. 272.000 Euro.

Autor: hw

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