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Mehr Babys: Joseph-Stift Dresden modernisiert Geburtenklinik

Sandy Moraweck mit ihrem zwei Tage jungen Hugo auf der Wöchnerinnen-Station im St.-Joseph-Stift Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Sandy Moraweck mit ihrem zwei Tage jungen Hugo auf der Wöchnerinnen-Station im St.-Joseph-Stift Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Krankenhaus investiert Viertelmillion

Dresden, 16. März 2018. Das Dresdner Krankenhaus St.-Joseph-Stift investiert derzeit rund eine Viertelmillion Euro, um seine Geburtsstation zu modernisieren und auszubauen. Das teilten Chefarzt Dr. Axel Gatzweiler und Krankenhaus-Sprecherin Julia Mirtschink mit. „Der Baby-Boom in der Geburtenhauptstadt Dresden macht sich auch bei uns bemerkbar“, erklärte Dr. Gatzweiler die Investition. Verzeichnete das Krankenhaus in der Johannstadt im Jahr 2010 erst 1311 Geburten, waren es 2016 und 2017 jeweils rund 1600 Entbindungen.

Schwangere wollen Geburt in Wohnzimmer-Ambiente

Abgesehen von dieser quantitativen Zunahme wachsen auch die qualitativen Wünsche von Schwangeren beziehungsweise Müttern: „Der Trend geht weg vom klassischen Kreißsaal mit viel technischer Anmutung hin zur natürlichen Geburt mit individueller Betreuung in einer wohnlichen Umgebung“, betonte der Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe. Der Anteil der Kaiserschnitte stagniert seit Jahren zwischen 15 und 18 Prozent. Dagegen wünschen bemerkenswert viele Schwangere eine Wannengeburt: Fast jedes zehnte Baby im Joseph-Stift kommt unter Wasser zur Welt.

Dr. Axel Gatzweiler leitet die Gebrtsstation im Krankenhaus St.-Joseph-Stift Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Dr. Axel Gatzweiler leitet die Geburtsstation im Krankenhaus St.-Joseph-Stift Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Möglichst natürliche Geburt, möglichst stillen,

Und auf diese Wünsche und Trends stellt sich das Krankenhaus ein. Einerseits hat das Stift personell reagiert, hat spezielle Stillberater geschult beziehungsweise engagiert und setzt in jeder Schicht mehr Hebammen ein. „Und wir unterstützen mit vielen Angeboten die Mütter dabei, eine enge Bindung zum Kind aufzubauen. Wir helfen ihnen, auf Schnuller und Milchprodukte – soweit nicht medizinisch notwendig – zu verzichten und ihre Babys zu stillen.“ Auch biete man Familienzimmer an, damit Mutter, Kind und Vater die Tage unmittelbar nach der Geburt gemeinsam verbringen können.

Jedes zehnte Baby kommt unter Wasser zur Welt

Und zu diesem Modernisierungs-Programm gehören eben auch Investitionen: Die Geburtsstation richtet derzeit einen dritten Entbindungssaal ein, modernisiert derweil die beiden anderen. Auch schafft das Krankenhaus eine weitere Reanimations-Einheit für Säuglinge an und installiert eine weitere Wanne für Wassergeburten. All diese Offerten wollen die Mediziner an diesem Wochenende auch zur Messe „Babywelt“ am Messering vorstellen.

Autor: Heiko Weckbrodt

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