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Schülerlabor für Elektroautos startet in VW-Manufaktur Dresden

Marie (l.) und Sophie von der Klasse 4b der 129. Grundschule gehörten zu den ersten, die im neuen Schülerlabor Prinzipien des E-Autobaus erbasteln konnten. In der VW-Manufaktur Dresden hat am 1. März 2018 ein Schülerlabor mit dem Schwerpunkt Elektromobilität auf dem "Future Mobility Campus" eröffnet. Foto: Heiko Weckbrodt

Marie (l.) und Sophie von der Klasse 4b der 129. Grundschule gehörten zu den ersten, die im neuen Schülerlabor Prinzipien des E-Autobaus erbasteln konnten. Foto: Heiko Weckbrodt

Volkswagen will den Ingenieuren von übermorgen das Abc der Elektromobilität vermitteln

Dresden, 1. März 2018. Die Mädchen und Jungen haben auf Autoformen zurechtgesägte Holzbrettchen vor sich auf den Tischen. Räder sind erahnbar, Scheiben, lange Kupferstreifen durchziehen das Elektroauto in spe wie Blutadern. „Leuchten die?“ Eine Viertklässlerin hebt wortlos ihre Projektarbeit und lässt die Scheinwerfer triumphierend blinken – erst rechts, dann links. „Ich find das richtig toll“, sagt Sophie über diesen besonderen Bastelnachmittag. „Richtig spannend, wie so ein Auto aufgebaut ist“, pflichtet ihr Marie bei.

Die 4b waren die Erste

Die „4b“ der 129. Grundschule hat gestern als erste Klasse das neue Dresdner Schülerlabor in der gläsernen VW-Manufaktur besucht. In einem separatem Raum inmitten der gläsernen eGolf-Produktion können sie hier basteln, lernen und sich im Anschluss die Montage der richtigen Elektroautos anschauen. Viele weitere Klassen sollen noch folgen.

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„Die Resonanz ist sehr groß“

„Die Resonanz ist sehr groß“, erzählt Projektleiter Thomas Kunert. „Wir haben auch schon Anfragen von Gymnasien und Berufsschulklassen.“ Mit den Gymnasiasten werden die Laborbetreuer freilich keine Autos basteln, sondern sie in Workshops in das arkane Wissen um die „Elektromobilität von morgen“ einweihen – denn eben dies ist der Arbeitsschwerpunkt des zwölften Dresdner Schülerlabors. Die Lehrkonzepte hat VW zusammen mit dem Landesschulamt erstellt.

Dresden bastelt am Image einer E-Vorzeigestadt

Der sächsische Kultusminister Christian Piwarz (CDU) zeigte sich angetan: „Wenn Kinder so konzentriert an einem Projekt arbeiten wie hier, ist das ein Beleg dafür, dass hier ein interessantes Angebot geschaffen wurde, das theoretische Bildungsinhalte und Industriepraxis verbindet.“ Der städtische Chef-Wirtschaftsförderer Robert Franke wiederum sieht in dem neuen Schülerlabor einen weiteren Plasterstein auf dem Weg Dresdens zur Modellkommune für Elektronmobilität, intelligente Verkehrssysteme und vernetztes Fahren. „Ich bin sehr froh, dass wir hier mit VW und dem Land eine Kooperation eingehen konnten.“

Tüfteln inmitten der Elektrogolf-Produktion

Das neue Schülerlabor ist für Kinder und Jugendliche der Klassenstufen 3 bis 9 ausgelegt. Es ist etwa 150 Quadratmeter groß, befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur eGolf-Montage und zum Firmeninkubator der VW-Manufaktur. Insofern erhofft sich auch Volkswagen strategische Effekte. Manufaktur-Chef Lars Dittert: „Mit etwas Glück begrüßen wir einige dieser jungen Leute in ein paar Jahren wieder, wenn sie mit innovativen Mobilitäts-Geschäftsideen in unseren Inkubator einziehen wollen.“

12 Schülerlabor fördern in Dresden junge Talente

In Dresden gibt es nun insgesamt zwölf Schülerlabore mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Dazu gehören beispielsweise das „Erlebnisland Mathematik“ in Striesen, das „DeltaX“ in Rossendorf, das „Netzwerk Teilchenwelt“ der TU-Physiker, das Schülerrechenzentrum und das Gläserne Labor im Hygienemuseum. Sie dienen der Nachwuchsförderung, sollen Talente ausfindig machen und die jungen Dresdner für Wissenschaft und Kultur begeistern. Jährlich werden sie von rund 20.000 Schülern besucht.

Autor: Heiko Weckbrodt

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