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Sachsen fördert Stromspeicher und E-Zapfsäulen

Ein Drewag-Mitarbeiter prügft die Akku-Stapel im Batterie-Großspeicher Dresden-Reick. Foto: Heiko Weckbrodt

Ein Drewag-Mitarbeiter prüft Akku-Stapel im Batterie-Großspeicher Dresden-Reick. Foto: Heiko Weckbrodt

3,5 Millionen Euro sind 2018 im Zuschusstopf

Dresden, 1. Januar 2018. Der Freistaat Sachsen hat sein Förderprogramm für dezentrale Stromspeicher ausgeweitet: Ab dem 4. Januar 2018 zahlt das Land auch Zuschüsse für Elektroauto-Ladesäulen, wenn die mit Batteriespeichern gekoppelt sind. Außerdem steigen die Förderhöchstsummen auf jeweils 50.000 Euro. Darauf hat das sächsische Wirtschaftsministerium hingewiesen. Das Programmvolumen ist allerdings eher übersichtlich: Insgesamt ist der Förder-Topf in diesem Jahr mit 3,5 Millionen Euro gefüllt.

Wirtschaftsminister hofft auf Quartierspeicher

„Damit gehen wir einen wichtigen Schritt bei der Verknüpfung von Strom und Mobilität und tragen zur Entlastung der Netze vor Ort bei“, ist Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) überzeugt. „Mit der Erhöhung des Maximalfördersatzes ermöglichen wir eine finanziell attraktive Förderung für größere Stromspeicher in Kommunen und Unternehmen, die ihre Eigenversorgungsquote mit dem selbst produzierten Strom erhöhen wollen. Wir denken da vor allem auch an Quartierspeicher.“

Stichwort Quartierspeicher

Quartierspeicher sind ein mögliches Modell, um die Energiespeicher-Probleme im Zuge der Energiewende zu lindern. Die Idee dabei: Unternehmen, Ämter, Genossenschaften oder auch mehrere Privathaushalte errichten gemeinsam in einem Stadtviertel einen großen Batteriespeicher. Den nutzen sie dann gemeinsam, um überschüssigen Strom aus Wind- oder Solaranlagen zwischenzubunkern, abzurufen beziehungsweise zu günstigen Zeiten ins allgemeine Netz zu verkaufen. Im Vergleich zu bloßen Eigenheim-Lösungen sollen Quartierspeicher ein professionelleres Management, mehr Betriebs-Effizienz und niedrigere Kosten pro Speichereinheit ermöglichen. hw

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