News, Wirtschaft, zAufi
Schreibe einen Kommentar

Aicher baut Elektroden-Fabrik für 100 Millionen Euro in Bischofswerda

Um sich in der Stahlproduktion unabhängig von chinesischen Elektroden zu machen, baut Max Aicher nun in Bischofswerda in Sachsen eine eigene Elektroden-Fabrik auf. Foto: Aicher

Um sich in der Stahlproduktion unabhängig von chinesischen Elektroden zu machen, baut Max Aicher nun in Bischofswerda in Sachsen eine eigene Elektroden-Fabrik auf. Foto: Aicher-Gruppe

Stahlunternehmen will sich unabhängig von China machen

Bischofswerda, 20. Dezember 2017. Das bayrische Stahl-Unternehmen Max Aicher investiert rund 100 Millionen Euro in Bischofswerda, um nordöstlich von Dresden eine innovative Elektroden-Fabrik aufzubauen. Das teilte der Bischofswerdaer Wirtschaftsförderer Matthias Hoyer mit. Das Werkgelände soll rund 15 Hektar im Gewerbegebiet Nord umfassen.

140 neue Jobs versprochen

„Wir haben das ehrgeizige Ziel, das Werk Ende 2018 zu eröffnen“, kündigte Klaus Krüger von der Max-Aicher-Unternehmensgruppe an. „In einer ersten Ausbaustufe sollen 140 Arbeitsplätze entstehen.“ Bischofswerda habe sich bei der Standortentscheidung gegen Mitbewerber aus Ungarn und Deutschland durchsetzen können. „Stadtverwaltung und Stadtrat haben aktiv dazu beigetragen, dass wir den Eindruck gewonnen haben: Hier läuft was“, betonte der Projektleiter.

Maschinenpark in Hessen angekauft

Hintergrund: Aicher will in Sachsen eine eigene Graphit-Elektroden-Produktion aufbauen. Die Elektroden sind für den Eigenbedarf für die Stahlfertigung innerhalb der Gruppe vorgesehen. Damit möchte sich das Unternehmen unabhängig „von den marktbeherrschenden und damit preistreibenden chinesischen Elektrodenherstellern“ machen. Die Maschinen für die Produktion hatte Aicher von einem Graphit-Elektrodenwerk aus Griesheim bei Frankfurt erworben. Zusätzlich zu diesem Ankauf investiert die Gruppe weitere 100 Millionen Euro in den Produktionsaufbau in Bischofswerda.

OB Große sieht durch Investition Willkommenskultur der Stadt bestätigt

Oberbürgermeister Holm Große (parteilos) wertete die Investitionszusage als Beweis für die “zunehmende Attraktivität unserer Stadt für Unternehmen” und die Willkommenskultur in Bischofswerda.

Teile des DDR-Mähdrescherwerks übernommen

Aicher hatte 1991 bereits den Stahl- und Anlagenbau des früheren Mähdrescherwerks Bischofswerda/Singwitz übernommen, das wiederum aus der früheren Landmaschinenfabrik Max Knauthe hervorgegangen war. Das Unternehmen produziert hier unter anderem mobile Hochwasserschutzsysteme, mobile Müllpressen, Container und Versorgungsanlagen für Industriebetriebe. Geschäftsführer von Max Aicher Bischofswerda ist Ulf Mildner.

Die Unternehmensgruppe Max Aicher hat inegsamt rund 4000 Mitarbeiter in 18 Ländern. Schwerpunkte sind Stahlproduktion und -bau, Umwelttechnik, Brückenbau, Immobilien und Bauprojekte.

Autor: Heiko Weckbrodt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.