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Der Mensch – die wandelnde Sicherheitslücke

Bei einem Liuve-Hacking führten Markus Beier (links) und Mario Sauter von dert Sicherheitsberatungs-Firma consectra in der Volkshochschule Dresden an der Annenstraße vor, wie professionelle Hacker und Cyberkriminelle vorgehen. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Bei einem Live-Hacking führten Markus Beier (links) und Mario Sauter von dert Sicherheitsberatungs-Firma consectra in der Volkshochschule Dresden an der Annenstraße vor, wie professionelle Hacker und Cyberkriminelle vorgehen. Im Hintergrund ist ein typischer Sperrbildschirm eines Verschlüsselungs-Erpresser-Trojaners zu sehen. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Sicherheitsexperten stellten bei einem Live-Hacking in der Volkshochschule Dresden die Tricks der Cyber-Gangster vor

Dresden, 6. Dezember 2017. Warum gehören die meisten E-Mails, in denen uns Geldinstitute vor Sicherheitslecks zu beschützen vorgeben, in den digitalen Mülleimer? Wie überwachen eifersüchtige Männer heutzutage ihre Gattinnen? Warum sollte man den eben gefundenen rosa Speicherstick nicht einfach an den nächsten Computer anstöpseln? Diesen und weiteren Fragen der Digitalära sind die Sicherheitsspezialisten Mario Sauter und Markus Beier in einem „Live-Hacking“ am Dienstagabend bei einem öffentlichen Live-Hacking in der Volkshochschule Dresden nachgegangen – und haben die Tricks der Hacker gleich vorgeführt.

Selbst Ingenieure fallen auf fiese Gaukeleien herein

Unterhaltsam plauderten sie mit dem Publikum anderthalb Stunden lang über die bekanntesten Sicherheitslücken der Computerwelt, von denen die gefährlichste uns tagtäglich begegnet: Menschen. Die nämlich machen Fehler, wenn sie gestresst sind, wenn sie zu gierig werden, wenn sie sich überrumpeln lassen. Und davor sind selbst Experten nicht gefeit. „Es gab da eine App, die versprach, den iPhone-Bildschirm in eine große Solarzelle zu verwandelt, so dass es sich nachlädt“, erzählte Sauter. Eine andere App versprach, Smartphones im Turbo-Mode aufzuladen, wenn man das Gerät in die Mikrowelle legte und selbige anschaltete. Tausende haben sich solche Programme heruntergeladen und teils dafür sogar Geld ausgegeben. Wieviele damit ihr iPhone schrotteten, ist nicht bekannt. „Ich weiß aber, dass ein Bekannter von mir so eine App auch geladen hat – obwohl er es als erfahrener Ingenieur hätte besser wissen müssen.“ Der Mann habe sich einfach nicht die Zeit genommen, noch mal in Ruhe über die App-Versprechen nachzudenken.

GMV 20.17 hilft meist

Die beiden Live-Hacker legten dem Publikum vor allem ein Schutzprogramm ans Herz, dass am meisten gegen Pleiten, Pech und Pannen in der Internetwelt hilft: GMV 20.17. Das Kürzel steht für „Gesunder Menschenverstand“.

Autor: Heiko Weckbrodt

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