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Dresdner Elektronik-Foundry SMT auf Wachstumskurs

Blick in die SMT-Produktion in Dresden-Weißig: Ein Automat bestückt eine Elektronik-Baugruppe Foto: SMT Elektronik

Blick in die SMT-Produktion in Dresden-Weißig: Ein Automat bestückt eine Elektronik-Baugruppe. Foto: SMT Elektronik

23 Millionen Euro Umsatz erreicht

Dresden, 7. September 2017. Das Dresdner Technologie-Unternehmen SMT Elektronik legt zu: Die Belegschaft ist von 140 auf nun 150 Mitarbeiter gewachsen. 23 Millionen Euro Umsatz hat die Firma im vergangenen Jahr realisiert, vor allem mit der Auftragsproduktion von Elektronikbaugruppen für die allgemeine Industrie, die Daten- und Sicherheitstechnik, maritime Systeme, Verkehrstechnik und die Automobilindustrie.

Unter neuer Flagge: Aus „Hybrid wird „Elektronik“

Für weitere Impulse soll auch eine Umfirmierung sorgen: Vor 27 Jahren als „SMT & HYBRID GmbH“ in Dresden gegründet, hat sich das Unternehmen nun in „SMT Elektronik“ umbenannt. Damit will SMT-Chef Christian Potz deutlicher herausstreichen, dass seine Firma keine Hybrid-Autos produziert und auch nicht nur hybride analog-digitale Elektronik herstellt. Außerdem soll eine Kapitalverdoppelung auf fünf Millionen Euro für „eine Wachstumsfinanzierung“ sorgen. In Zukunft will Potz unter anderem neue Aufträge aus dem Sektor Medizintechnik an Land ziehen. Erst im vergangenen Jahr hatte der Elektronik-Auftragsfertiger in Dresden-Weißig seine Fabrik erweitert.

SMT-Chef Christian Potz. Foto: SMT Elektronik

Dresden SMT-Chef Christian Potz. Foto: SMT Elektronik

Ex-Robotroner gründeten 1990 die SMT in Dresden

Zehn ehemalige Mitarbeiter des DDR-Computerkombinats Robotron hatten die „ SMT & HYBRID“ 1990 gegründet. 1996 zog das wachsende Unternehmen unter dem damaligen Geschäftsführer Günter Pasold nach Dresden-Weißig um.

Die Datenlogger aus Dresden sind die Black Boxes der Transportbranche

Die Dresdner spezialisierten sich zunächst auf Sensor-Baugruppen, die bei Transporten Stöße, Temperaturänderungen, Luftfeuchte, Neigung und andere Daten aufzeichnen. Diese „Black Boxes“ für Speziallaster sind beispielsweise nötig, um wichtige Transporte zu dokumentieren, Schadensfälle zu rekonstruieren oder Transportmanipulationen nachzuweisen. Auch Raketen-Transporte wurden schon mit den Datenloggern aus Dresden-Weißig abgewickelt. Bis heute entwickelt und produziert SMT solche „MONI LOG“ genannten Boxen.

EMS-Geschäft dominiert inzwischen

Längst aber hat die Auftragsentwicklung und -fertigung von Elektronik-Baugruppen für andere Unternehmen einen wachsenden Umsatzanteil eingenommen. In der Branche nennt sich diese Foundry-Dienstleistung „Electronic Engineering and Manufacturing Service“ (EMS). Diese EMS-Orientierung führte nun auch zum neuen Namen „ SMT Elektronik“.

Autor: Heiko Weckbrodt

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