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Homann-Salatmacher sollen zur neuen Megafab Leppersdorf wechseln

Theo Müller bei einem Besuch im Leppersdorfer Sachsenmilch-Werk. Er erwägt nun, hier aiuch eine große Feinkost-Fabrik zu bauen. Foto: Heiko WeckbrodtTheo Müller bei einem Besuch im Leppersdorfer Sachsenmilch-Werk. Er erwägt nun, hier aiuch eine große Feinkost-Fabrik zu bauen. Foto: Heiko Weckbrodt

Theo Müller bei einem früheren Besuch im Leppersdorfer Sachsenmilch-Werk. Er will hier auch eine große Feinkost-Fabrik bauen. Foto: Heiko Weckbrodt

Sozialplan vereinbart: Wer nicht umziehen will, bekommt Abfindung

Dissen/Leppersdorf/Dresden, 1. September 2017. Die von Milch-Tycoon Theo Müller geplante Salat-Megafabrik in Leppersdorf bei Dresden hat eine weitere Hürde genommen: Laut Angaben der Müller-Tochtergesellschaft „Homann Feinkost GmbH“ in Diessen haben sich Geschäftsführung, Betriebsräte und Gewerkschaften auf einen Sozialplan für die Salatmacher der alten Homann-Werke, die geschlossen werden sollen, geeinigt.

Sozialplan betrifft 1200 Mitarbeiter

„Danach erhält jeder der rund 1200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit, im Jahr 2020 an den neuen Standort nach Leppersdorf zu wechseln und dort weiterzuarbeiten“, kündigte die Homann-Chefetage an. „Der Sozialplan sieht dazu für die Standortwechsler diverse Mobilitätsleistungen sowie Entgelt- und Arbeitsplatzgarantien vor. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nicht mit nach Leppersdorf wechseln, ist ein umfassendes Abfindungspaket vorgesehen.“

Neue Salat-Großfabrik in Sachsen soll halbe Milliarde Euro kosten

Theo Müller, dem neben Müllermilch, Sachsenmilch und weiteren Unternehmen auch Homann Feinkost GmbH gehört, hatte im April 2017 angekündigt, die Homann-Fabriken in Dissen, Lintorf, Bottrop und Floh-Seligenthal zu schließen und statt dessen eine rund 500 Millionen Euro teure Salat-großfabrik im sächsischen Leppersdorf zu bauen. Dort betreibt die Müller-Tochter „Sachsenmilch“ bereits eine der größten Milchverarbeitungs-Betriebe Ostdeutschlands. Dagegen hatte sich in den Altstandorten mit Blick auf die Job-Verluste zunächst starker Widerstand geregt. Müller ließ sich aber nicht rühren. Er ist überzeugt, dass die alten Fabriken auf Dauer nicht wettbewerbsfähig sind, eine Zentralisierung dagegen für einen Produktivitätsschub sorgen kann.

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