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Online-Banking wird zur Selbstverständlichkeit

Die Comdirect-Mutter Commerzbank setzt das Photo-TAN-Verfahren bereits ein. Foto: Commerzbank

Online-Banking mit Photo-TAN-Verfahren. Foto: Commerzbank

Berlin, 23. August 2017. Bankgeschäft per Internet abzuwickeln, sei es nun von daheim aus oder unterwegs, wird immer mehr zum Standard in Deutschland. Das haben Befragungen der Bitkom-Tochter „Bitkom Research“ und des Online-Umfragedienstes „YouGov“ ergeben. Zugleich nutzen immer mehr Deutsche ihr Smartphone als mobile Bankfiliale.

Befreit von Öffnungszeiten und Schlangestehen

„Online-Banking ist die praktische, schnelle und sichere Ergänzung für den Alltag, der sich nicht immer mit den Öffnungszeiten der Bank verbinden lässt“, betonte Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder vom deutschen Digitalwirtschafts-Verband „Bitkom“ in Berlin. „Die Zufriedenheit der Nutzer spricht für das Online-Banking.

73 % der Internetnutzer setzen auf Online-Banking – Tendenz: steigend

Laut Bitkom setzt etwa jeder zweite Deutsche inzwischen auf Online-Banking. Konkret nutzen dies 42 Millionen Bundesbürger. Dies entspricht 73 Prozent aller Internetnutzer – im Vorjahr lag diese Quote bei 70 Prozent. „Auch bei älteren Menschen kommt die digitale Kontoführung gut an“, heißt es vom Bitkom. „Mehr als jeder zweite Internetnutzer über 65 Jahren (59 Prozent; 2016: 54 Prozent) wickelt seine Bankgeschäfte inzwischen online ab.“

Insbesondere schätzen die Befragten, dass Bankgeschäfte übers Internet so einfach zu erledigen sind, die Banken dafür viele Online-Funktionen bieten und das Online-Banking inzwischen auch sicher und übersichtlich gemacht haben.

Das schätzen die deutschen Internetnutzer am Online-Banking. Grafik: Bitkom Research

Das schätzen die deutschen Internetnutzer am Online-Banking. Grafik: Bitkom Research

Sicherheitsbedenken bleiben

Laut einer YouGov-Studie verwenden die meisten Online-Banking-Nutzer inzwischen auch Bank-Apps auf ihrem Smartphone oder können sich dies zumindest vorstellen. Insofern ist zu erwarten, dass mobiles Online-Banking demnächst noch an Gewicht gewinnt. „Nicht-Nutzer hegen in erster Linie Sicherheitsbedenken: Knapp zwei Drittel (63 Prozent) wollen ihre Bankdaten schlicht nicht auf dem Smartphone hinterlegen. 32 Prozent haben Angst, dass bei Diebstahl oder Verlust auf das Konto zugegriffen wird. „Wer diese Ängste nicht aus dem Weg räumen kann, wird eine Vielzahl von Kunden auch in Zukunft nicht für die eigene App begeistern können“, warnte YouGov-Manager Markus Braun..

Junge Akademiker sind zentrale Nutzergruppe für Banking-Apps

Derzeit erledigen laut YouGov die derzeitigen Nutzer von Banking-Apps überwiegend Standardaufgaben wie Überweisungen (83 Prozent) und wollen den Überblick über ihre Bankgeschäfte behalten (79 Prozent). Im Vergleich zur Gesamtbevölkerung ist die die Mehrheit (62 Prozent) der Nutzer ist zudem männlich, häufig unter 35 Jahre alt (42 Prozent), akademisch gebildet (40 Prozent) und verfügt über ein Haushaltseinkommen von mindestens 2.500 Euro (48 Prozent).

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