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SEMI: Bosch-Fabrik in Dresden ist „Entscheidung von großer Tragweite“

Halbleiter-Fertigung bei Bosch. Foto: Bosch

Halbleiter-Fertigung bei Bosch. Foto: Bosch

Vor allem in Sachsen ist die Freude über die Milliarden-Investition groß

Dresden, 19. Juni 2017. Als „Investition in eine zentrale Zukunftstechnologie“ und „wichtigen Schritt für den Erhalt und Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit auch des Industriestandorts Deutschland“, hat Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) die Ankündigung des Technologiekonzerns Bosch begrüßt, in Dresden für eine Milliarde Euro eine neue Halbleiterfabrik zu bauen. Auch für das Unternehmen selbst ist das eine große Sache: Es handele sich um die die „größte Einzelinvestition in der mehr als 130-jährigen Geschichte von Bosch“, betonte Bosch-Chef Dirk Hoheisel.

Bosch-Chef Dirk Hoheisel. Foto: Bosch

Bosch-Chef Dirk Hoheisel. Foto: Bosch

Fabrik soll ab 2021 MEMS für Auto und „Internet der Dinge“ herstellen

Das Unternehmen plant, im Dresdner Norden eine Großfabrik bauen, die „Mikroelektromechanische Systeme“ (MEMS) für Autos und das gesamte„Internet der Dinge“ auf 300 Millimeter großen Siliziumscheiben (Wafer) herstellen kann (Der Oiger berichtete vorab). Dadurch sollen 700 neue Jobs entstehen. Der Baubeginn soll Ende 2017 oder Anfang 2018 sein. Das Gebäude mit bis zu 15.000 Quadratmetern Reinräumen und Büros soll Ende 2019 fertig sein und Ende 2021 die Massenproduktion starten.

Neuer Oberbürgermeister in Dresden: Dirk Hilbert. Foto: hilbert-fuer-dresden.de

Neuer Oberbürgermeister in Dresden: Dirk Hilbert. Foto: hilbert-fuer-dresden.de

Begeisterung in Dresden

In Dresden und ganz Sachsen stieß die Nachricht auf große Begeisterung: „Diese Standortentscheidung ist in der langen und auch von Volatilität gekennzeichneten wirtschaftlichen Entwicklung der Branche in Sachsen ähnlich bedeutsam wie die Entscheidung von Siemens Ende 1993 für eine Halbleiterfertigung in Dresden“, schätzte der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) ein. „Dass Bosch hier bei uns in Dresden dermaßen weitreichend in die Zukunft investiert, verstehen wir als großen Vertrauensbeweis“, jubelte Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP).

Ein MEMS-Sensor von Bosch für Automobile. Foto: Bosch

Ein MEMS-Sensor von Bosch für Automobile. Foto: Bosch

Fab unterstützt auch den neuen Smart-Systems-Hub in dresden

Auch der europäische Halbleiterverband „SEMI“ begrüßte die Investition: „Das ist eine Entscheidung von großer Tragweite für die Schaffung neuer Jobs, der Europäischen Investitionspolitik und der globalen Fertigungswertschöpfungskette.” sagt „SEMI Europe“-Präsident Laith Altimime. Die neue Fab von Bosch werde auch den „Smart Systems & Infrastructure Hub“ Dresden stärken, der die Verknüpfung der drei wichtigen Voraussetzungen für das Internet der Dinge: Hardware, Software und Konnektivität vorantreibe.

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