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Handwerkskammer baut in Dresden 40 Millionen Euro teures Bildungszentrum

So etwa soll das neue,, knapp 40 Millionen Euro teure Billdungszentrum der Handwerkskammer Dresden aussehen. Es soll im März 2019 fertig sein. Visualisierung: Arge CBH Architekten Ingenieure

So etwa soll das neue,, knapp 40 Millionen Euro teure Billdungszentrum der Handwerkskammer Dresden aussehen. Es soll im März 2019 fertig sein. Visualisierung: Arge CBH Architekten Ingenieure

Neubau soll Handwerker der Zukunft ausbilden

Dresden, 12. Juni 2017. Die ostsächsischen Handwerker haben gestern den Grundstein für ihr neues, knapp 40 Millionen Euro teures Bildungszentrum in der Dresdner Albertstadt gelegt. „Nachwuchsgewinnung ist ein zentrales Thema für das Handwerk“, betonte Dachdecker-Meister Jörg Dittrich, der als Präsident der Handwerkskammer (HWK) Dresden vorsteht. „Dafür brauchen wir auch eine hohe Qualität und Modernität der Ausbildung.“ Geplant sei „eine der modernsten Aus- und Weiterbildungsstätten in Sachsen“.

Rote Tonziegel greifen alte Industriearchitektur auf

Die Handwerker haben für dafür ein 20 500 Quadratmeter großes Grundstück Am Lagerplatz im alten Industriegelände im Norden reserviert – gleich gegenüber vom Kammer-Hauptquartier und dem bisherigen Bildungszentrum, das ebenfalls weiter betrieben wird. Dort wollen sie einen Zweigeschosser mit S-förmigem Grundriss errichten, der mit roten Tonziegeln verkleidet ist. „Wir haben uns für diese ziegelrote Fassade mit Blick auf die historische Albertstadt entschieden“, erklärte HWK-Hauptgeschäftsführer Andreas Brzezinski. Die Tonziegel sollen einen Bezug zu den alten geziegelten Industriebauten ringsum herstellen.

Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden, im November 2015. Foto: André Wirsig, Handwerkskammer Dresden

Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden, im November 2015. Foto: André Wirsig, Handwerkskammer Dresden

Konferenzzentrum wird integriert

Auch an den inneren Werten spart die Kammer nicht: Das Haus soll immerhin eine Ausbildungsstätte für das Handwerk 2.0 im Digitalzeitalter werden. So sind knapp 1200 Quadratmeter für ein modernes Konferenzzentrum mit Videowand, versenkbarer Bühne und Lichttechnik eingeplant.

30 Werkstätten für angehende Gesellen und Meister

Weitere 6100 Quadratmeter Nutzfläche sind für die Ausbildung von Lehrlingen, angehenden Meistern und weiterbildungshungrigen Gesellen reserviert. Praktisch erproben können die jungen Handwerker das neue Wissen in rund 30 Werkstätten, die unter anderem für Metallbearbeiter, Elektrotechniker, Sanitär- Heizungs- und Klima-Klempner sowie Schweißer und Kunststofftechniker ausgerüstet werden sollen.

Ökoenergie-Systeme im Komplex erproben

Schon jetzt besonders stolz sind Dittrich und Brzezinski auf ein „Kompetenzzentrum für erneuerbare Energien und Energieeffizenz“. Dort sollen junge Handwerker lernen und erproben, wie sie Öko-Energietechnik im Komplex installieren können – also zum Beispiel biegsame Solarfolien verlegen, sie mit Stromspeichern und Brennstoffzellen koppeln und mit Erdwärme-Pumpen kombinieren. Auch „Smart Home“-Konzepte sollen Azubis und künftige Meister hier zu installieren lernen.

Kammer gibt Standort in Großenhain auf

Zusammengelegt wird im neuen Bildungszentrum zudem auch die Schweißtechniksche Lehranstalt der Kammer, die bisher auf die Standorte Großenhain und Dresden verteilt war. Die Bildungsstätte in Großenhain will Andreas Brzezinski ganz aufgeben und die dort gepachtete Immobilie im Jahr 2020 an den Freistaat zurückgeben. Bis dahin sollen die 40 Großenhainer Mitarbeiter in das neue Dresdner Zentrum wechseln.

Bund und freistaat geben Fördermillionen

Im März 2019 soll der Neubau fertig sein. An der Finanzierung beteiligt sich der Bund mit 14,9 Millionen Euro, der Freistaat Sachsen schießt 3,7 Millionen Euro zu. Den großen Rest müssen die Handwerker selber finanzieren. Um den zahlenden Mitgliedern dies zu versüßen, hat die Kammer das Projekt in 65 Einzelaufträge geteilt, damit auch kleine regionale Handwerker mitbieten können.

Autor: Heiko Weckbrodt

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