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Härter als Titan

Dr. Dan Sathiaraj Gunasekaran. Foto: privat

Dr. Dan Sathiaraj Gunasekaran. Foto: privat

Indischer Werkstoffwissenschaftler forscht an TU Dresden an superharten Hochentropie-Legierungen

Dresden, 6. Juni 2017. Die TU Dresden hat einen weiteren angehenden Spitzenforscher an Land gezogen: Seit Mai arbeitet Dr. Dan Sathiaraj Gunasekaran in Dresden an neuartigen superfesten Werkstoffen für die Luft- und Raumfahrt. Er hat dafür ein auf zwei Jahre befristetes Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung bekommen.

HEAs mixen 5 Metalle zu gleichen Teilen

Der indische Werkstoff-Forscher ist vom „Indian Institute of Technology Hyderabad“ nach Sachsen gekommen. Er will hier sogenannte „Hochentropie-Legierungen“ (englisch: High Entropy Alloys = HEA) untersuchen. HEAs bestehen – anders als herkömmliche Metall-Verbindungen wie etwa Bronze – nicht nur aus zwei oder drei Metallen, sondern meist aus mindestens fünf verschiedenen Metallen, die in gleichen Anteilen dem Werkstoff beigemischt werden. Dadurch lassen sich Legierungen mit ganz bestimmten Eigenschaften regelrecht komponieren – wenn man die Technologie dafür im Griff hat.

So sind einige HEAs beispielsweise fester als Titan, widerstehen Wind und Wetter besser als rostfreier Stahl, wieder andere leiten Strom sehr gut. Prinzipiell bekannt sind solche Hochentropie-Legierungen zwar schon seit 1981. Aber in den Fokus der Forschung sind sie erst richtig in den vergangenen zehn Jahren gerückt, weil sie so interessante Eigenschaften haben.

Die Kunst der Verformung bei kosmischen Temperaturen

Dan Sathiaraj Gunasekaran will sich während seines Stipendiums an der TU Dresden ganz speziell mit der Frage beschäftigen, wie sich diese Hightech-Mischkristalle bei tiefen Temperaturen ab minus 272 Grad Celsius bis hinauf zur Raumtemperatur verformen lassen.

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