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Der Pinguin im Zentralwerk

Das Zentralwerk entsteht in der ehemaligen Goehle-Fabrik und Druckerei an der Riesaer Straße in Dresden-Pieschen. Der Chaos Computer Club Dresden plant dort zur Eröffnung am 6. mai 2017 einen "Linux Presentation Day". Foto: Heiko Weckbrodt

Das Zentralwerk entsteht in der ehemaligen Goehle-Fabrik und Druckerei an der Riesaer Straße in Dresden-Pieschen. Der Chaos Computer Club Dresden plant dort zur Eröffnung einen „Linux Presentation Day“. Foto: Heiko Weckbrodt

Umgebaute Goehle-Fabrik öffnet als Kreativ-Kommune wieder – Chaos-Computer-Club lädt Dresdner zum Linux-Präsentationstag ein

Dresden, 2. Mai 2017. Rund zwei Jahre lang hat eine Genossenschaft aus Architekten, Bauleuten, Künstlern und andere Dresdner die alte Goehle-Fabrik an der Riesaer Straße in Pieschen umgebaut. Am Samstag wollen sie dort die Kreativ-Wohn-Kommune „Zentralwerk“ mit einem öffentlichen Fest eröffnen. Mit dabei sind auch die Hacker und Programmierer vom Chaos-Computer-Club Dresden (C3d2), der bereits im Spätherbst vom alten Robotron-Komplex in der Innenstadt nach Pieschen umgezogen war.

Das Linux-Maskottchen: der Pinguin. Abb.: Datenkollektiv

Das Linux-Maskottchen: der Pinguin. Abb.: Datenkollektiv

Chaos Computer Club Dresden vom alten Robotron-komplex weggezogen

„Zur Eröffnung des Zentralwerks veranstaltet der Chaos Computer Club Dresden einen Linux Presentation Day“, kündigte Nerd Nobert an. Dabei wollen sie allgemeinverständlich „die Möglichkeiten des freien Betriebssystems Linux und der diversen dafür verfügbaren Anwendungen“ vorstellen. Zwischen 11 und 19 Uhr können alle, die mal das gratis verfügbare Betriebssystem ausprobieren wollen, im Haus B des Zentralwerks vorbeischauen – der Eintritt ist gratis.

Die "Open Data"-Aktivisten treffen sich im Dresdner „Grand Chaos Head Quarter“ des Dresdner „Chaos Computer Clubs“. Foto: Heiko Weckbrodt

Das frühere „Grand Chaos Head Quarter“ des Dresdner „Chaos Computer Clubs“ im Robotron-Komplex. Foto: Heiko Weckbrodt

Robotron-Abriss absehbar

Die Computerfreunde hatten ihre Clubräume im Robotron-Areal auch deshalb verlassen, weil sie damit rechnen, dass die alten Gebäude des DDR-Computerkombinats eher oder später abgerissen werden.  „Außerdem gefielen und die Gestaltungsspielräume und das genossenschaftliche Konzept im Zentralwerk“, erklärte Nerd Nobert. In den neuen Räumen gefalle es den c3d2-Mitgliedern jedenfalls schon sehr gut – auch wenn noch ein bisschen baustellen-Atmosphäre herrsche.

Über Linux

Die Windows-Alternative Linux geht auf eine Initiative aus der weltweiten Programmierer und Hacker-Gemeinde zurück und hat einen Pinguin als Maskottchen. Etwa 1991 begannen der Finne Linus Torvalds und andere Experten, auf der Basis des älteren Profi-Betriebsystems UNIX das Linux-System zu schreiben. Seitdem haben Computer-Fans (Nerds), aber auch Unternehmen und Vereinigungen das System ständig weiterentwickelt.

Diverse Basisversionen sind bis heute kostenlos im Netz ladbar. Dennoch beherrscht das kommerzielle Gegenstück „Windows“ bis heute den PC-Markt. Linux hat in Deutschland einen Marktanteil von etwa drei Prozent. Viele Hacker, Informationstechnologen und andere Auskenner schwören aber das ziemlich sichere und auch recht flotte Betriebssystem „Linux.“ Auch der c3d2 will an diesem Wochenende den Dresdnern diese Vorteile vor Augen führen.

Autor: Heiko Weckbrodt

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