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Mit der Spielkonsole zur Industrie 4.0

Informatik-Student Johann Forster an einem 3D-Drucker, der Teil der "Industrie 4.0"-Modellfabrik an der HTW Dresden ist. Foto: HTW Dresden

Informatik-Student Johann Forster an einem 3D-Drucker, der Teil der „Industrie 4.0“-Modellfabrik an der HTW Dresden ist. Foto: HTW Dresden

HTW Dresden zeigt auf Hannovermesse bezahlbare Nachautomatisierungs-Konzepte für kleine Betriebe

Dresden/Hannover, 14. April 2017. Auch kleine Unternehmen können ihre Fabriken nach Art der „Industrie 4.0“ zu hochautomatischen und vernetzen Werken umbauen: Dass sich mit der richtigen Expertise solche Konzepte auch bei vergleichsweise bescheidenem gerätetechnischen Aufwand realisieren lassen, wollen Ingenieure der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden vom 24. bis zum 28. April 2017 auf der Hannovermesse in Niedersachsen zeigen. Dahinter steht die Idee, dass der Weg zur Industrie 4.0 vielerorts eher eine Evolution als eine Revolution sein wird.

Prof. Dirk Reichelt von der HTW Dresden kann mit dem Smartphone Informationen aus der "intelligenten Materialbox" auslesen. Foto: HTW/ IPMS

Prof. Dirk Reichelt von der HTW Dresden kann mit dem Smartphone Informationen aus der „intelligenten Materialbox“ in der „Industrie 4.0“-Modellfabrik auslesen. Foto: HTW/ IPMS

Dresdner demonstrieren erste Teile ihrer „Industrie 4.0“-Modellfabrik

Die HTW-Experten möchten auf der Industriemesse auch erste Komponenten ihrer „Industrie 4.0“-Modellfabrik vorstellen. Dazu gehört zum Beispiel der Pilot-Arbeitsplatz „Camouflage“, den eine HTW-Arbeitsgruppe unter Leitung von Prof. Dirk Reichelt gemeinsam mit der Industrie-Softwareschmiede „camLine Dresden GmbH“ entwickelt hat. Camouflage demonstriert, wie sich ein klassischer Montagearbeitsplatz in einem kleinen Industrieunternehmen mit einer Web-Kamera, einer Kinect-Raumkamera, wie man sie von Microsofts Spielkonsole X-Box 360 kennt, sowie einigen Sensoren und spezieller Software für „Industrie 4.0“-Zwecke nachrüsten lässt.

Erklärvideo der HTW
zum Camouflage-Arbeitsplatz:
 

Camouflage meldet Produktionsfortschritte an den Fabrikcomputer

Mit dem System ist es beispielsweise möglich, die Bewegungen des dort tätigen Arbeiters zu erkennen, benötigte Materialien und fertig montierte Werkstücke an einem Zentralcomputer zu melden. Der kann dann für den Nachschub sorgen, wenn sich eine Teile-Kiste zu sehr leert, oder dem Arbeiter neue Montageabläufe zeigen, wenn ein anderes Werkstück zu bauen ist.

Industrielles Internet der Dinge vor Augen

Im Endausbau soll diese „Industrial Internet of Things (IIoT) Test Bed“ genannte Modellfabrik an der HTW Dresden eine komplette produktionsnahe Test-Produktionsstraße bieten mit Robotern, Virtual-Reality-Arbeitsplätzen (VR), 3D-Druckern, autonomen Transportern und zahlreichen Sensoren ausgestattet ist, die die Produktionsflüsse erkennen können. Dort sollen vor allem Mittelständler und kleine Firmen aus der Region, assistiert von HTW-Experten, ihre „Industrie 4.0“- und anderen Automatisierungskonzepte erproben können. Auch wollen die Ingenieure dort Weiterbildungen für Mitarbeiter anbieten. hw

Intelligente Mataerialboxen ermöglichen es, Werkstücke innerhalb einer Fabrik durch dezentrale Rechner zu orten und Fertigungsfortschritte abzurufen. Foto: Heiko Weckbrodt

Intelligente Materialboxen der HTW ermöglichen es, Werkstücke innerhalb einer Fabrik durch dezentrale Rechner zu orten und Fertigungsfortschritte abzurufen. Foto: Heiko Weckbrodt

Zum Weiterlesen:

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Was ist Industrie 4.0?

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