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Energiewende wird zu Belastungsprobe für Städte

"Repowering": Techniker rüsten eine Windkraftanlage mit stärkeren Generatoren auf. Dies ist ein weltweiter Trend in der Branche, in Sachsen kommt er laut BWE-Angaben aber erst langsam voran. Foto: REpower Systems AG, BWE

Foto: REpower Systems AG, BWE

Studie: Die meisten Stadtwerke kämpfen mit Mehrkosten durch Umstieg auf erneuerbare Energien

Leipzig, 11. April 2017. Die Energiewende wird zu einer zusätzlichen finanziellen Belastungsprobe für die deutschen Städte. Das hat die Studie „Kommunale Haushalte unter dem Einfluss der Energiewende“ der Uni Leipzig ergeben, die in Kooperation mit der Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaft BDO entstanden ist. Demnach sind zwei Dritteln der Stadtwerke Mehrausgaben durch die von der Kanzlerin ausgerufenen Wende hin zu erneuerbaren Energien entstanden. Dies wiederum dürfte schon in naher Zukunft auch kommunale Verkehrsbetriebe und andere Angebote, die durch Stadtwerke quersubventioniert werden, vor ernste Probleme stellen, heißt es in der Studienzusammenfassung.

Finanzierungsprobleme für Busse und Bahnen absehbar

Vor allem, weil die Verkaufspreise für konventionell erzeugten Strom und Wärme sinken, müssten die Stadtwerke in Deutschland eigentlich neue Geschäftsmodelle entwerfen, schätzen die Wirtschaftsprüfer von BDO ein. Aber: „Es wird nicht allen Kommunen möglich sein, ihren Stadtwerken die erforderlichen finanziellen Mittel für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle zur Verfügung zu stellen“, warnte BDO-Energiewirtschaftsexperte André Horn. „So werden die prognostizierten Gewinneinbußen der Stadtwerke in zahlreichen Kommunen zwangsläufig zu Haushalts- und Leistungskürzungen führen.“

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