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IBM baut kleinste Festplatte der Welt… in allen Belangen

IBM-Forscher Stefan Filipp kontrolliert das Kühlsystem. das den Quantencomputer nahe bei Weltraum-Temperatur hält, damit der Supraleit-Effekt nicht zusammenbricht. Foto: IBM Research

Foto: IBM Research

Dass IBM ein Unternehmen mit langer Tradition und großer Forschungsbasis ist, sollte jedem ein Begriff sein, der sich mit Technik beschäftigt. Jüngst haben es zum Beispiel IBM-Forscher geschafft, eine Festplatte herzustellen, die gerade einmal 2 Bit Speicherkapazität hat. Das klingt jetzt vielleicht erstmal uninteressant, was will man auch mit so winzigen Festplatten, aber das bemerkenswerte ist nicht die außerordentlich geringe Speicherkapazität, sondern vielmehr die Tatsache, dass diese Festplatte aus lediglich einem Atom besteht. Bisher sind Festplatten und Flashspeicher natürlich schon winzig, aber bisher braucht man immer noch über 100.000 Atome für ein einziges Bit. Gleich 2 Bit in einem einzigen Atom unterzubringen, ist daher schon gewaltig.

Diese Technik setzt voraus, dass man entgegen der bisherigen Annahme, dass Magneten, wenn sie kleiner werden, instabiler werden, entgegenwirken kann. Bisher war man der Meinung, dass es physikalische Grenzen geben müsse und magnetische Felder sich irgendwann von selbst auflösen, wenn sie zu klein werden. IBM hat offenbar eine Möglichkeit gefunden, dem entgegenzuwirken.

Was bedeutet das aber für uns?

Wir werden sicherlich keine Festplatten in Münzengröße mit zig Terabyte Speicher erwarten dürfen, da alleine die Schnittstellen zu anderen Geräten kaum machbar wären. Natürlich handelt es sich bisher auch nur um den Beweis, dass es möglich ist und nicht um eine massenmarktreife Technik. Immerhin haben Wissenschaftler ja auch schon bewiesen, dass „Beamen“ praktisch möglich ist, auch wenn es sich dabei lediglich um ein einziges Photon handelt. Auch Quantencomputer will IBM erst in den nächsten Jahren massentauglich machen. Es gibt viele Dinge, die möglich sind, aber nicht getan werden.

Dennoch ist IBM´s Vorstoß natürlich ein klares Zeichen für den Markt. Speicherkapazitäten werden sich in Zukunft in kleineren Geräten immer größere Speicherkapazitäten unterbringen lassen. Sprich selbst Micro SD Karten könnten in Kürze bereits die Terrabytegrenzen sprengen. Gerade im Flashspeicherbereich wird sich also einiges tun was vor allem bei Handys dringend notwendig wird. Dank Ultra HD Kameras, VR Kompatibilitäten und anderen aktuellen Funktionen wird immer mehr Speicherplatz benötigt. Aktuell sind selbst die Spitzenmodelle der großen Hersteller mit dem Speicherangebot deutlich überfordert. Wer alleine schon 2 oder 3 Filme in VR auf seinem S7 speichern will der kommt sehr schnell an die Grenzen des internen Speichers (Der Oculus VR Video Player spielt ausschließlich von internen Speicher ab). Auch VR Software nimmt immer mehr Platz ein. Alleine ein Ultra HD Film in guter Kompression kommt mit 1-2 Stunden Aufnahmezeit mit 20-30 Gigabyte daher. Da kann in einem einzelnen Urlaub der Speicherplatz schon schneller zuende sein.

Der Markt für physikalisch kleinere aber kapazitiv größere Speichermedien ist da und wird dringend benötigt. Die Möglichkeit mehr zu speichern ist fast so wichtig wie eine höhere Akku Kapazität. Das ist DER Punkt an dem wir als nächstes entwickeln müssen denn wir wollen mit unseren mobilen Geräten ja wesentlich mehr als nur Online Casino spielen.

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