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Die erweiterte Realität im Stahlwerk

Die Datenbrille für den Industrieeinsatz. Foto: Westsächsische Hochschule Zwickau

Die Datenbrille für den Industrieeinsatz. Foto: Westsächsische Hochschule Zwickau

Ingenieure aus Zwickau und von Salzgitter entwickeln Datenbrillen für die Industrie

Zwickau/Hannover, 13. März 2017. Zwickauer Forscher bringen die „Erweiterte Realität“ ins Stahlwerk: Gemeinsam mit Ingenieuren der Salzgitter AG haben die Elektrotechniker der Westsächsischen Hochschule Zwickau einen Schutzhelm mit Datenbrille entwickelt. Wer diesen Helm trägt, bekommt vom Computer per „Augmented Reality“ (AR) zusätzliche Informationen eingeblendet, wenn er oder sie sich im Stahlwerk orientieren oder Anlagen reparieren muss.

Computer blendet in Datenbrille Zusatzinfos ein

Der AR-Helm soll zudem helfen, auch neue Mitarbeiter aus verschiedenen Kulturkreisen anzulernen. „Ein virtuell angezeigter Schraubenschlüssel, der die reale Schraube überlagert, ist kulturübergreifend besser verständlich als auf Papier gedruckte Anleitungen“, betonte Prof. Rigo Herold, der an der Westsächsischen Hochschule Zwickau für das Projekt verantwortlich ist. Eine Besonderheit sei auch, dass die Datenbrilleneinheit komplett in Deutschland entwickelt wurde. Dies sei beim Thema AR-Technologie eher selten. „Meist kommen die Datenbrillen aus Übersee von Google, Microsoft oder Vuzix und die deutsche Innovation ist dabei lediglich die zugehörige App“, erklärte Prof. Rigo Herold. Durch Kooperationen mit Schutzhelmherstellern und Elektronikfirmen könne bei diesem Projekt die gesamte Wertschöpfungskette in Deutschland abgebildet werden.

Die Kooperationspartner wollen ihren neuen Datenbrillen-Helm ab dem 20. März auf der Computermesse „CeBit“ in Hannover vorstellen.

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