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Dresdner Funkchip-Design für das Internet der Dinge

Für das Internet der Dinge werden Funktechnologien benötigt, die nur sehr wenig Strom verbrauchen. Abb.: Keysight

Für das Internet der Dinge werden Funktechnologien benötigt, die nur sehr wenig Strom verbrauchen. Abb.: Keysight

CommSolid will per NarrowBand-IoT die stromsparende Vernetzung Tausender Geräte ermöglichen

Dresden/Barcelona, 24. Februar 2017. Das Dresdner Unternehmen „CommSolid“ stellt auf dem „Mobile World Congress 2017“ (MWC) in Barcelona ein neues Funkchip-Design für das „Internet der Dinge“ vor. Mit dem Konzept „CSN130“ soll es möglich werden, Hunderte oder gar Tausende Geräte und Sensoren stromsparend zu vernetzen.

Industrie und Landwirtschaft 4.0 brauchen stromsparende Funk-Chips

Als Funk nutzt dieses Chipdesign den „NarrowBand-IoT“ (auf deutsch: Schmalbandfunk für das Internet der Dinge), auf den auch die Telekom und Vodafone setzen. Mit nur einer Batterieladung sollen solche Funk-Prozessoren monatelang miteinander kommunizieren können – seien sie nun in Konsumgüter eingebaut, in Industrie-Maschinen oder Sensoren für die hochtechnisierte Landwirtschaft der Zukunft.

Dresdner entwarfen früher schon die ersten WLAN-Chips für Laptops

„Wir wissen, was einbaubereit bedeutet“, betonte CommSolid-Chef Matthias Weiss. „In unserer langen Erfahrung in Design und Integration von Mobilfunk-Modems in Smartphones für den Massenmarkt haben wir gelernt, wie man sich auf alle Eventualitäten vorbereiten muss. Wir haben schon sehr früh mit unserem Partner Vodafone zusammengearbeitet, um die Anforderungen der Netzbetreiber zu verstehen – schon bevor der Standard verabschiedet wurde.

Durch frühere Intel-Ingenieure gegründet

Ehemalige Intel-Ingenieure hatten die Technologiefirma „CommSolid“ im Jahr 2015 gegründet, nachdem der Halbleiter-Marktführer sein Entwicklungszentrum in Dresden zu Gunsten eines Standortes in den Alten Bundesändern aufgelöst hatte. Das Unternehmen ist auf den Entwurf von Kommunikations-Chips spezialisiert und beschäftigt derzeit 20 Spezialisten. Die Kernmannschaft von CommSolid geht letztlich auf die frühere Ausgründung „Systemonic“ der TU Dresden zurück und hat unter anderem an den ersten WLAN-Chips für Laptops mitgearbeitet. hw

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