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Kindergärtner sprengt sich durchs Leben

Abb: Dresdner Buchverlag

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Zynische Kurzgeschichten aus Dresden von Konstantin Turra

Wie überlebenswichtig Entschlossenheit für Menschen und noch vielmehr für Hühner ist, wie Kinder jeden Erwachsenen in den Wahnsinn treiben können und welch bizarre Sozialstudien Baumarkt-Eröffnungen ermöglichen, hat der Dresdner Sprengmeister und Kindergärtner Konstantin Turra für uns aufgeschrieben: im Kurzgeschichten-Band mit dem umso längeren Titel „Warum ich keine Karriere gemacht habe oder: Ich stehe hier und singe / Tränen, Semmeln, Frühaufsteher“. Mal kurzweilig amüsant, mal zynisch breitet er darin in kurzen Episoden seinen erlebten Alltag in Dresden im Allgemeinen und Kitas, Einkaufsmärkten und Dating-Treffs im Besonderen vor dem geneigten Leser aus.

Konstantin Turra (* 1984). Foto: Matthias Naumann

Konstantin Turra (* 1984). Foto: Matthias Naumann

Ein Misanthrop, wie er im Buche steht

In mir haben Turras Gedichte und Short Stories nicht gerade das Vertrauen in Kindergärtner gestärkt, dafür aber das Interesse an (s)einem pragmatisch-misanthropisches Alltagsweg geweckt. Das ist nicht immer lustig, meist unterhaltsam, manchmal allzusehr auf Vor-den-Kopf-Stoß-Effekte aus.

Abb: Dresdner Buchverlag

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Fazit:

Frag Dich lieber nicht, was der Kita-Erzieher gerade wirklich denkt.

Konstantin Turra: „Warum ich keine Karriere gemacht habe oder: Ich stehe hier und singe / Tränen, Semmeln, Frühaufsteher“. Kurzgeschichten- und Gedicht-Band, Dresdner Buchverlag – zwiebook, Dresden 2016, 126 Seiten, zehn Euro, ISBN: 978-3-943451-25-2

Rezensions-Autor: Heiko Weckbrodt

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