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VNG-Tochter investiert in Cloud & Heat Dresden

Statt die Abwärme beim Rechnen teuer wegzukühlen, nutzen die Server von Cloud & Heat diese Energie, um Gebäude zu beheizen und mit Warmwasser zu versorgen. Miteinander vernetzt, bilden sie große Cloud-Rechenzentren, die auch für den 5G-Mobilfunk eingesetzt werden sollen. Abb.: Cloud & Heat

Statt die Abwärme beim Rechnen teuer wegzukühlen, nutzen die Server von Cloud & Heat diese Energie, um Gebäude zu beheizen und mit Warmwasser zu versorgen. Miteinander vernetzt, bilden sie große Cloud-Rechenzentren, die auch für den 5G-Mobilfunk eingesetzt werden sollen. Abb.: Cloud & Heat

Dresden/Leipzig, 28.dezember 2016. Die Leipziger VNG Innovation GmbH  – eine Tochter der Verbundnetz Gas AG – investiert in das Dresdner Technologie-Unternehmen „Cloud & Heat“. Das teilte das Leipziger Unternehmen nun mit. „Über die Höhe der Investition wurde zwischen den Beteiligten Stillschweigen vereinbart“, heißt es von der VNG.

„Cloud & Heat“   betreibt Rechenzentren und nutzt die Abwärme, um Wohn- und Geschäftshäuser zu beheizen. Mit dem neuen Partner will das Dresdner Unternehmen das eigene Geschäft nun weiter ausbauen. „Gemeinsam können wir neue Chancen im Markt nutzen“, kündigte Cloud-&-Heat-Chef Nicolas Röhrs an. „Wir haben einen strategischen Partner an unserer Seite, der uns beim großflächigen Ausbau unserer sicheren, hochverfügbaren Cloud-Infrastruktur unterstützt.“

„Mit der Beteiligung an dem Start-up Cloud & Heat machen wir einen weiteren Schritt in die beiden Zukunftsmärkte Digitalisierung und Energieeffizienz“, erklärte VNG-Technikvorstand Hans-Joachim Polk. „Durch das Engagement  bietet sich für uns eine zusätzliche Möglichkeit, unsere hochsichere und hochverfügbare Rechenzentrumsinfrastruktur optimal zu vermarkten.“
„Cloud & Heat“ entstand im Oktober 2011 – damals unter dem Namen „AoTerra“ – aus einem Forschungsprojekt der TU Dresden heraus.  Mitgründer Prof. Christof Fetzer hatte sich zuvor an der Uni mit der Energie-Effizienz von Cloud-Rechenzentren beschäftigt. Als er 2009 eine effektive Heizung für sein eigenes Haus suchte, kam er auf die Idee, dafür die Abwärme von Computer zu nutzen.

Das Konzept: Während andere Rechenzentren-Betreiber wachsende Mühen haben, ihre Server-Computer kühl zu halten, damit die Prozessoren nicht durchbrennen, stecken die Dresdner ihre Hochleistungscomputer in feuerfesten und abgeschotteten Gehäuse und stellen die dann in Wohn- oder Bürohäuser.

Dieses dezentrales Rechenzentren-Konzept könnte in Zukunft im „Internet der Dinge“ und für den 5G-Mobilfunk eine besondere Rolle spielen. 2014 benannte sich das Unternehmen in „Cloud & Heat“ um, um seine internationalen Marktchancen zu verbessern.  hw

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