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DVD „Frühstück bei Monsieur Henri“: Französische Komödie um Generationenkonflikte

Claude Brasseur als mürrischer Monsieur Henri. Foto: Goodmovies

Claude Brasseur als mürrischer Monsieur Henri. Foto: Goodmovies

In „Frühstück bei Monsieur Henri“ spielt Regisseur Ivan Calbérac die Idee durch, was wohl passiert, wenn Alt und Mürrisch auf Jung und Chaotisch stoßen. Herausgekommen ist eine amüsante, mal beschwingte, manchmal auch etwas widerborstige Komödie, wie sie so eben nur die Franzosen vermögen: leicht und unterhaltsam, ohne aber ins oberflächliche Klischee mit Happyend-Pampe abzudriften. Eine ganz besondere Würze bekommt das „Frühstück bei Monsieur Henri“ für all jene, die sich an Hauptdarsteller Claude Brasseur als unduldsam-dusldamer Vater im 80er-Jahre-Hit „La Boum – Die Fete“ erinnern. Denn in seinem jüngsten Film klafft nun gewissermaßen eine weitere Generation zwischen Jung und Alt. Erschienen ist diese nette Abendunterhaltung nun auf DVD fürs Heimkino.

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Die Geschichte: Mürrischer Kauz trifft blutjunge Chaotin

Für den gealterten Steuerberater Monsieur Henri (Claude Brasseur, „Die Fete“) aus Paris steht die blutjunge Provinz-Schönheit Constance für all das, was er nicht mag: Wandel im Leben, die Jugend von heute – und überhaupt diesen ganzen neumodischen Kram. Dennoch nimmt er die chronisch insolvente Studentin in seine Wohnung auf: Einerseits wegen der Untermiete. Anderseits, weil sein Sohn Paul darauf drängt, der Herr Papa möge nicht mehr allein wohnen, sonst wird er noch verschrobener. Und schließlich kommt der Senior gar auf eine infernalische Idee und verabredet mit der süßen Constance einen Deal: Sie darf eine zeitlang mietfrei bei ihm wohnen, wenn sie im Gegenzug seinen Sohn Paul verführt, damit der die ungeliebte Schwiegertochter abstößt. Natürlich funktionieren all diese Ränke für keinen der Beteiligten so, wie sie es sich vorgestellt haben.

Constance (Noémie Schmidt. links) soll Paul die blonde Ehefrau madig machen. Foto: Goodmovies

Constance (Noémie Schmidt. links) soll Paul die blonde Ehefrau madig machen. Foto: Goodmovies

Fazit: amüsant

„Frühstück bei Monsieur Henri“ ist eher leichte Unterhaltung, ist aber weit entfernt von der Seichtheit amerikanischer Komödien: Immer schwingen hier Eleganz und großes Drama mit, getragen durch starke Charakterdarsteller und den Verzicht auf eine allzu geradlinige Story.

Autor: Heiko Weckbrodt

„Frühstück bei Monsieur Henri“, Komödie, Frankreich 2015, (deutsche DVD: 2016). 96 Minuten, Regie: Ivan Calbérac, mit Claude Brasseur, Guillaume de Tonquédec, Noémie Schmidt, Frédérique Bel, DVD 12 Euro, Bluray 13 Euro

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