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Patentschutz: Nur 10 % aller Anträge aus Ostdeutschland

Das Patentgefälle zwischen Ost und west ist im Nationalatlas deutlich erkennbar. Abb.: IfL Leipzig

Das Patentgefälle zwischen Ost und west ist im Nationalatlas deutlich erkennbar. Abb.: IfL Leipzig

Leibniz-Instituts für Länderkunde und Uni Jena diagnostizieren starkes West-Ost-Gefälle

Leipzig, 5. Dezember 2016. Ostdeutschland hängt in der wirtschaftlichen Verwertung von Erfindungen weit hinter den Alten Bundesländern hinterher, wenn man dies an Patenten und ähnlichen Schutzanmeldungen bemisst: Rund 90 Prozent aller Patentanmeldungen sowie Schutzanträge für Gebrauchsmuster, Marken und Designs werden aus den Alten Bundesländern gestellt. Das hat eine Auswertung des Leibniz-Institut für Länderkunde ergeben.

Vor allem Autoindustrie im Süden produziert Patente wie am Fließband

„Das Verbreitungsmuster spiegelt die Konzentration von forschungs- und entwicklungsintensiven Unternehmen in dynamischen Großstadtregionen wie München, Stuttgart oder dem Ruhrgebiet wider“, erklärt Professor Sebastian Henn von der Uni Jena, der gemeinsam mit seinem Kollegen Patrick Werner die Analyse für das Leibniz-Institut unternommen hatte. Oft seien es einzelne Großkonzerne, die für ein positives Ergebnis bei den Anmeldezahlen von Patenten und anderen Schutzrechten sorgen. Zu den aktivsten Patentanmeldern gehören Unternehmen und Zulieferer der Automobilindustrie, die 2015 acht von zehn Plätzen auf der Bestenliste der Patentanmeldungen einnahmen. Auf sie entfällt derzeit rund ein Drittel aller privaten Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung.

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