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Kinobesuch in Dresden besonders billig

Blick ins Kino im Dach (KiD) in Dresden: Der Saal wird jetzt renoviert und bekommt neue Sessel. Foto: Frank Grätz, KiD

Blick ins Kino im Dach (KiD) in Dresden. Foto: Frank Grätz, KiD

In teuren Großstädten bezahlt der Cineast ein Viertel mehr

Dresden, 7. Oktober 2016. In Dresden, Dortmund und Leipzig sind Kinokarten besonders günstig zu haben, besonders teuer sind sie in Hannover, Bremen und Duisburg. In den teuersten Kommunen liegen die Ticketpreise teils um ein Viertel höher als in den preiswertesten Großstädten.

Auch wenn der subjektive Eindruck eher sagt, dass Kinobesuche inzwischen ein ganz schön teures Vergnügen geworden sind: Relativ zu anderen deutschen Großstädten sind die Eintrittspreise in Dresdner Filmtheatern noch ziemlich günstig. 8,50 Euro kostet die Standard-Kinokarte durchschnittlich in den hiesigen Multiplexen (Großkinos) und ist damit deutlich billiger als beim „Spitzenreiter“ Duisburg (10,30 Euro) hat eine vergleichende Erhebung des Internetportals „Gutscheinsammler.de“ ergeben.

Unter den 20 größten deutschen Städten hat Dresden in dieser Statistik die viertbilligsten Multiplex-Eintrittspreise. Besonders günstig sind Kinokarten laut der Auflistung in Dortmund. Dort kostet der Besuch einer Filmvorführung zum Normalpreis ohne 3D- oder Überlängen-Zuschläge nur 7,65 Euro, gefolgt von Leipzig (8,07 Euro) und Münster (8,25 Euro).

Filmförderanstalt: Preise in Dresden am niedrigsten, in Hannover am höchsten

Sogar ganz an der Spitze der günstigsten Kino-Eintrittspreise bundesweit liegt Dresden in der Statistik der Filmförderanstalt (FFA) in Berlin. Diese Erhebung ist repräsentativer, weil sie fast alle Kinoarten berücksichtigt. Demnach kosteten Kinokarten hier im vergangenen Jahr durchschnittlich 7,80 Euro. So billig ist der Filmtheaterbesuch in keiner anderen deutschen Stadt mit mehr als 200.000 Einwohnern zu haben. Zum Vergleich: In der FFA-Liste ist Hannover mit 9,60 Euro pro Billett die teuerste Kinostadt – damit liegen die Preise an der Leine 23 Prozent über denen an der Elbe.

Hohe Kindodichte hält Ticketpreise unter Druck

Warum Dresden als besonders preiswertes Pflaster für Cineasten gilt, liegt auf der Hand: In keiner anderen Großstadt in Deutschland gibt es eine so hohe Kino-Dichte und so starke und preisdrückende Konkurrenz um die Besuchergunst. In der sächsischen Landeshauptstadt kommen nur 50 Einwohner auf jeden Kinoplatz. Im cineastisch ausgedünnten Köln teilen sich hingegen – natürlich nur statistisch gesehen – 126 Einwohner in jeden Kinosessel hinein. Dabei ist es in Dresden bereits zu einer Marktbereinigung gekommen, der zum Beispiel das „Metropolis“ im Waldschlösschen-Areal zum Opfer fiel.

Programmkinos verändern das Gesamtbild

Und dass Dresden in den Erhebungen der FFA und des Gutschein-Portals unterschiedlich platziert wurde, liegt vor allem an den Erhebungsmethoden: „Gutscheinsammler“ hat nur die drei größten Multiplexe in jeder Stadt berücksichtigt, die FFA hingegen auch die Programmkinos. Und gerade von denen gibt es besonders viele in Dresden. hw

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