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Breslau gestern und Wrocław heute

Universitätsaula Leopoldina in Wrozlaw/Breslau. Foto: Stanislaw Klimek

Universitätsaula Leopoldina in Wrozlaw/Breslau. Foto: Stanislaw Klimek

Sonderausstellung in Dresden zeigt Fotos einer Stadt im Wandel

Dresden/Breslau, 13. September 2016. Wie sich das einstige Breslau zum Wrocław von heute entwickelt hat, zeigt eine Sonderausstellung über die diesjährige Kulturhauptstadt Europas im Stadtmuseum Dresden. Ab dem 15. September 2016 bis zum 8. Januar 2017 können die Besucher die Partnerstadt von Dresden aus verschiedenen chronologischen Perspektiven sehen.

Über 1000 Jahre Geschichte

Wrocław alias Breslau ist über 1000 Jahre alt, wurde in seiner Geschichte von Polnischen Piasten, Böhmen, Habsburgern und Preußen beherrscht. Bis 1945 war Breslau deutsch, seit dem Kriegsende heißt die Stadt Wrocław und gehört zu Polen. Seit 1959 sind Dresden und Wrocław Städtepartner.

"Sonnenplatz", 1903 (Postkarte, Städtisches Museum Breslau), Foto: Stanislaw Klimek

„Sonnenplatz“, 1903 (Postkarte, Städtisches Museum Breslau), Foto: Stanislaw Klimek

Biografischer Spiegel

„Die Ausstellung zeigt Fotos aus der Vorkriegszeit und von heute – meist aus derselben Perspektive fotografiert“, hieß es vom Museum. Der Fotograf des heutigen Wrocław ist Stanislaw Klimek. Das Stadtmuseum Dresden hat die Sonderschau um Stadtpläne von Breslau und Wrocław ergänzt, „vor allem aber mit Biografien interessanter Menschen aus Breslau/Wrocław, die dort leben oder lebten und bis heute unvergessen sind wie Künstler, Wissenschaftler, Politiker, Theologen, Sportler, Puppenmacher oder Fotografen“.

Rathaus in Wrozlaw/Breslau, Foto: Stanislaw Klimek

Rathaus in Wrozlaw/Breslau, Foto: Stanislaw Klimek

Besucherinformationen:

Was?

Sonderausstellung „Breslau gestern – Wrocław heute“

Wo?

Stadtmuseum Dresden, Landhausstraße

Öffnungszeiten:

15.9.2016 bis 8.1.2017, jeweils Di − So 10 − 18 Uhr, Fr 10 − 19 Uhr

Eintrittspreise:

5 Euro, ermäßigt 4 Euro

Gruppen ab 10 Personen 4,50 Euro

Schülergruppen ab 10 Personen 2,00 Euro

(Quelle: Stadmuseum Dresden)

Begleitprogramm:

Donnerstag 3.11.2016, 19 Uhr
Vortrag:
„Und die Mauern fielen“ – wie aus Breslau eine Großstadt wurde. Geschichte der Stadt in Karten und Luftbildern

Mit Dariusz Gierczak, M. A.
Wiss. Mitarbeiter für historische Ostmitteleuropaforschung
Herder-Institut Marburg – Institut der Leibniz-Gemeinschaft

Eintritt frei

1 Kommentare

  1. Thomas Ueberall sagt

    In Vorbereitung meines Besuchs in dieser Dresdner Ausstellung bin ich zufällig im Netz auf diesen Artikel gestoßen. Leider kann ich diesem inhaltlich an einer Stelle überhaupt nicht zustimmen. Sie behaupten, „von 1741 bis 1945 war Breslau deutsch“. Das ist historisch völlig falsch. Sie setzen hier preußisch alleinig mit deutsch gleich. Richtig muss es heißen, dass Schlesien und damit auch Breslau in Folge des Ersten Schlesischen Krieges 1741 zu PREUßEN kam.

    Zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation gehörte Schlesien dagegen spätestens seit den Verträgen von Trentschin (1335) und Namslau (1348), als der König von Polen auf Schlesien verzichtete und König Johann von Böhmen die Lehenshoheit übernahm. Das Königreich Böhmen selbst war ein Teil des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation. Es vefügte ja sogar über die Kurwürde. 1526 fiel Böhmen und damit Schlesien an die österreichischen Habsburger. Österreich war bis zum Deutschen Krieg und der Schlacht von Königgrätz 1866 genauso ein Teil des Reichs bzw. des späteren Deutschen Bundes, wie Preußen, Sachsen oder Bayern.

    Wie falsch Ihre Argumentation ist, zeigt sich unter anderem auch, wenn man diese auf einen anderen Zusammenhang übertragen würde. So musste Sachsen in Folge des Wiener Kongresses von 1815 Sachsen große Gebietsteile an Preußen abgeben. Wollen Sie da etwa auch behaupten, dass Städte, wie Görlitz, Torgau oder Wittenberg mit dem Wechsel zu Preußen „deutsch“ geworden sind, obwohl sie in Wirklichkeit zuvor schon längst zum bis 1806 bestehenden Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation gehörten??

    Ich bitte Sie hiermit, in Ihrem Artikel den erwähnten Abschnitt zu berichtigen und hoffe, dass ich diesen Fehler nicht auch in der Ausstellung wiederfinden werde.

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