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Ifo rechnen für 2017 mit mehr Arbeitslosigkeit

Die meisten ostdeutschen Maschinenbau-Unternehmer können sich vorstellen, Flüchtlinge einzustellen. Viele sind sich jedoch unsicher, wie es um die fachlichen und Sprachkenntnisse der Einwanderer bestellt ist. Foto: Rittal GmbH

Die meisten ostdeutschen Maschinenbau-Unternehmer können sich vorstellen, Flüchtlinge einzustellen. Viele sind sich jedoch unsicher, wie es um die fachlichen und Sprachkenntnisse der Einwanderer bestellt ist. Foto: Rittal GmbH

Grund: Die meisten Flüchtlinge haben vorerst kaum Chancen auf vernünftige Jobs

Dresden, 15. Juli 2016. Der größte Teil der Flüchtlinge, die im vergangenen und in diesem Jahr nach Deutschland gekommen sind, wird nicht auf die Schnelle Jobs bekommen und in den Arbeitsmarkt integrierbar sein. Das hat Prof. Joachim Ragnitz vom Wirtschaftsforschungs-Institut „ifo“ in Dresden eingeschätzt. Eine ähnliche Prognose hatte erst kürzlich auch der Dresdner Arbeitsagentur-Chef Thomas Wünsche abgegeben.

Deutsch-Sprachdefizite machen Vermittlung schwer

Die ifo-Forscher gehen davon aus, dass es „noch geraume Zeit dauert“, bis die Flüchtlinge bezahlte Beschäftigungen finden können. Vor allem fehlende Deutsch-Kenntnisse und Qualifikationen seien zunächst noch Hinderungsgründe. Da es Zeit braucht, diese Lücken zu schließen, sei im Jahr 2017 mit einem messbaren Anstieg der Arbeitslosigkeit zu rechnen.

Vor allem ein „Umbuchungs-Effekt“

Allerdings handele es sich dabei eher um einen „Umbuchungs-Effekt“: Solange Asylbewerber beziehungsweise Flüchtlinge noch nicht offiziell anerkannt und ein Bleiberecht erwirkt haben, kümmert sich der Staat direkt um ihren Unterhalt. Danach aber werden zu Empfängern von Arbeitslosengeld II, soweit sie arbeitsfähig sind, aber keinen Job gefunden haben. Dann tauchen sie auch in den Arbeitslosen-Statistiken auf. hw

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