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Industrie 4.0 in der Lackfabrik Dresden

Aldin Turudic, Alexander Zill, Oberbürgermeister Dirk Hilbert, Wilfried Zill, und Jochen Zill (von links nach rechts) haben am 21. Juni 2016 die ersten Spaten voll Erde für den Novatic-Fabrikanbau in Dresden ausgehoben. Foto: Novatic

Aldin Turudic, Alexander Zill, Oberbürgermeister Dirk Hilbert, Wilfried Zill, und Jochen Zill (von links nach rechts) haben am 21. Juni 2016 die ersten Spaten voll Erde für den Novatic-Fabrikanbau in Dresden ausgehoben. Foto: Novatic

Novatic investiert 4,8 Millionen Euro in Fabrikausbau

Dresden, 21. Juni 2016. Ihre Farben veredeln den Fernsehturm und das Blaue Wunder ebenso wie die Gläserne VW-Manufaktur – und nun wollen sie wegen steigender Nachfrage anbauen: Die Lackspezialisten von Novatic haben am Dienstag mit einem 4,8 Millionen Euro teuren Erweiterungsbau in der Dresdner Albertstadt begonnen. Die neue Produktionshalle soll Anfang 2017 fertiggestellt sein, kündigten die Farb-Fabrikanten an.

Weltweite Reputation und Wurzeln in der Region

Dies sei „nicht nur ein positives Signal für das Unternehmen, sondern für den Standort insgesamt“, betonte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) beim ersten Spatenstich an der Clemens-Müller-Straße. „Dresden wächst aus sich selbst heraus, weil wir viele innovative Firmen haben, die klug investieren und ihre Erfolgspotenziale ausbauen. Mit ihren Produkten genießen sie hohe Reputation weltweit, sind aber gleichzeitig fest in der Region verwurzelt.“

So etwa soll der Novatic-Erweiterungsbau aussehen. Visualisierung: IPROconsult GmbH

So etwa soll der Novatic-Erweiterungsbau aussehen. Visualisierung: IPROconsult GmbH

Module Fertigungsanlage geplant

„Das neue Gebäude ist zwingend notwendig, um weiterhin für die Zukunft gut aufgestellt zu sein“, ergänzte Novatic-Chef Alexander Zill. Das Unternehmen werde den Werkausbau nutzen, um „Industrie 4.0“-Produktionsmethoden zu erproben: „Kundenanliegen können wir dank der neuen modularen Fertigungsanlage dann noch flexibler erfüllen sowie die eigene Forschung und Entwicklung noch effizienter vorantreiben.“

Auch Platz für Forschungslabor

Der zweigeschossige Fabrikanbau nach den Plänen des Ingenieurbüros GUP Dresden soll letztlich 1100 Quadratmeter Platz bieten: für eine vollautomatische Produktionsanlage, die schnell umgerüstet werden kann, für ein Forschungslabor, ein Lager sowie Sozialräume für die Mitarbeiter. Die Firmenleitung hat versprochen, im Zuge der Erweiterung zwölf neue Jobs und zwei Lehrstellen zu schaffen.

Größte Novatic-Investition seit der Wende

Der Anbau ist die bisher größte Einzelinvestition in der Nachwende-Geschichte von Novatic. Rechne man weitere Bauprojekte auf dem Fabrikgelände ein, investiere das Unternehmen derzeit rund sieben Millionen Euro, teilte die Geschäftsführung mit.

38,5 Millionen Euro Umsatz

Novatic entstand Ende 1990 als Lackfabrik Feidal und übernahm im Februar 1991 Teile des früheren VEB Lackfabrik Dresden. Das Unternehmen vertreibt seine Lacke, Farben und Korrosionsschutzanstriche international und beschäftigt weltweit 232 Mitarbeiter. 2015 kam die Novatic-Gruppe auf rund 38,5 Millionen Euro Umsatz. Das waren 16,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

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