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Nie mehr Lebenszeit im Wartezimmer verschwenden!

Abb.: jugendhackt.de

Abb.: jugendhackt.de

Ostjugend hackt in Dresden: Junge Tüftler entwickeln Pager für Arztpraxen

Dresden, 19. Juni 2016. Warum kostbare Lebenszeit im Wartezimmer verschwenden, wenn man soviel erledigen kann, bis der Arzt uns aufruft? Unter dem Motto „Hack die Wartezeit“ hat ein junges Erfinderteam deshalb am Wochenende in Dresden mit Laser-Cuttern eine Art Wartezimmer-Pager entwickelt: kleine tragbare Geräte, die die Arzthelferinnen an der Praxis-Rezeption ausgeben und die per Funk Alarm schlagen, wenn man an der Reihe ist. Statt die Zeit im Wartezimmer zu vertrödeln, kann der Patient derweil draußen seine Wege erledigen.

48 Teilnehmer aus Ostdeutschland

Für diese Erfindung kassierten die jungen Tüftler beim „Hackathon Ost“ am Sonntag einen Preis in der Kategorie „Aha-Moment“. Insgesamt hatten sich von Freitag bis Sonntag 48 ostdeutsche Nachwuchstalente im Alter zwischen zwölf und 18 Jahren an diesem Regional-Wettbewerb „Jugend hackt Ost 2016“ beteiligt, den die „Open Knowledge Foundation Deutschland“, „Mediale Pfade“ und das Medienkulturzentrum Dresden organisiert haben.

QR-Bon spart Papier

Zum Finale in der Informatik-Fakultät der TU Dresden präsentierten die jungen Erfinder und Programmierer am Sonntag dann zwölf Projekte. Dazu gehörte eine Kaffeemaschine, die Faulpelze gleich vom Bett aus per Fernsteuerung anwerfen können – dafür gab es den Preis in der Kategorie „Bestes Design“. Den Publikumspreis gab es für das Konzept, an Supermarkt-Kassen die Quittungen per QR-Code digital ans Smartphone zu senden statt sinnlos Papier-Bons auszudrucken.

In der Kategorie „Mit Code die Welt verbessern“ gab es den Hauptpreis für eine Feinstaub-App. Die gibt nicht nur Luftschmutz-Alarm, wenn zuviel Staub in der Stadtluft schwebt, sondern gibt auch zielführende Tipps per Handy wie zum Beispiel: Heute ist ein guter Tag, das Auto stehen zu lassen.

Organisatoren beeindruckt von Know-How der Kinder

„Ich war sehr beeindruckt, wieviel Know-How in den Projekten steckte“, schätzte Mitorganisator Sven Keil vom Medienkulturzentrum Dresden auf Anfrage ein. „Im Vergleich zum Vorjahr sind die Beiträge noch professioneller geworden. Die Kinder und Jugendlichen schlafen offensichtlich nicht.“ Auch sei er sehr zufrieden damit, mit welcher Dynamik sich der Wettbewerb entwickele: Im Vorjahr hatte es rund 30 Teilnehmer am Hackathon in Dresden gegeben, diesmal waren es fast 50.

Autor: Heiko Weckbrodt

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