Ausflugstipp, zAufi
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Napoleons Truppen in Hohnstein

Als Mitglied des Königlich-Sächsischen Ingenieur-Corps ist Wolfram Peche aus Sebnitz zum Historischen Biwak gekommen. Foto: Peter Weckbrodt

Als Mitglied des Königlich-Sächsischen Ingenieur-Corps ist Wolfram Peche aus Sebnitz zum Historischen Biwak gekommen. Foto: Peter Weckbrodt

Oigers Wochenendtipp: Burgfest mit Freunden aus Frankreich und Böhmen

Hohnstein, 10. Juni 2016. Kein Dorf ohne Feuerwehrfest, keine Burg ohne Burgfest, keine Stadt ohne Stadtfest! Da bildet auch die kleine aber schmucke Stadt Hohnstein in der nahen Sächsischen Schweiz keine Ausnahme. Anknüpfend an ihre Geschichte und Traditionen ruft sie zum Partnerschaftstreffen „Hohnstein – Hier treffen sich Freunde“ am 11. und 12. Juni 2016. Anlass ist die seit 25 Jahren bestehende Partnerschaft mit Meersburg am Bodensee und mit dem nordfranzösischen Kleinstädtchen Louveciennes. Mit dabei sind auch die böhmischen Partner Dolni Poustevna und Budyne.

Die Burg ist das tourristische Hauptanziehungsobjekt in Hohnstein. Foto: Peter Weckbrodt

Die Burg ist das tourristische Hauptanziehungsobjekt in Hohnstein.
Foto: Peter Weckbrodt

Historisches Biwak

Die Partnerstädte bringen ihre regionalen Produkte mit und bieten diese gemeinsam mit den Händlern aus der Sächsischen Schweiz und aus dem Erzgebirge auf dem Markt an. Der Markt und das Festzelt werden an der Bushaltestelle „An der Eiche“ eingerichtet. Zeitgleich wird auf dem unweit gelegenen Sportplatz ein „Historisches Biwak“ mit zahlreichen Zelten und abendlicher Lagerfeuerromantik eingerichtet. Die Requirierung der dort kampierenden rund 200 Soldaten ist für Freitag (10. Juni) gegen 17 Uhr im Stadtgebiet angesetzt.

Das Städtchen hat viele schmucke Ecken, so wie hier am Rathaus. Foto: Peter Weckbrodt

Das Städtchen hat viele schmucke Ecken, so wie hier am Rathaus. Foto: Peter Weckbrodt

Musketen & Kanonen

Die historisch Kostümierten kommen aus Sachsen, Bayern und weiteren Bundesländern sowie aus Böhmen. Das wird folglich ein richtiger bunter Haufen. Sie bringen ihre Musketen und selbstverständlich auch Kanonen mit. Für deren lautstarken Einsatz gibt es nur einen Termin, das ist die große Gefechtsnachstellung napoleonischer Truppen um 1813 am Samstag um 16 Uhr auf der Napoleonschanze. Dort hinauf mit den Kanonen wird sicherlich schweißtreibend.

Kasperspiel

In der Puppenspielerstadt Hohnstein darf der Hohnsteiner Kasper nicht fehlen. Er lädt an allen drei Tagen zu Stadtführungen ein. Im Max Jacob Theater haben der Hohensteiner Puppenspieler Detlef Heinichen, die Theater AG der Grundschule Hohnstein, das Theatrium Dresden und das Marionettentheater Pomnenka aus Dolni Poustevna ihre Auftritte.

Doris und Herbert Dwars sind aus Neubrandenburg zum Historischen Biwak angereist. Foto: Peter Weckbrodt

Doris und Herbert Dwars sind aus Neubrandenburg zum Historischen Biwak angereist.
Foto: Peter Weckbrodt

Marktgeschrei und Bläserei

Mit Marktgeschrei und einem bunten Familientag bringt sich ganztägig der Samstag ein. Da geht es recht gesangesfreudig zu und getanzt wird auch. Am Sonntag startet ab 12.30 Uhr im Festzelt ein Musikantenfest. Dort spielen die Hohnsteiner Blasmusikanten, die „Hutzenbossen“ aus dem Erzgebirge und die Big Band Zelenka aus Varnsdorf. Für die Kinder stehen jede Menge Spiel- Spaß- und Bastelmöglichkeiten bereit. Dazu gehören in der Bergsteigerstadt Hohnstein natürlich ein Kletterturm und ein Banjo-Trampolin. Außerdem gibt es einen sehr schönen Kinderspielplatz gleich neben dem Festplatz. Für die ganze Familie präsentiert der Schwarzbachbahnverein in der Turnhalle der GS Hohenstein eine Modellbahnausstellung im Maßstab 1:87.

Kaiser drängte Russen und Preußen zurück

Zum geschichtlichen Hintergrund des Historischen Biwaks ist anzumerken: Nach der vernichtenden Niederlage 1812 in Russland überschritt Napoleon Anfang Mai 1813 mit einer neuen Armee die sächsische Grenze. Dem Kaiser gelang es nochmals, Preußen und Russen zurückzudrängen. Das sächsisch-böhmische Grenzgebiet wurde auf Grund seiner strategischen Lage zum Aufmarsch- und Durchmarschgebiet gewaltiger Truppenmassen sowie zum Schauplatz erbitterter Kämpfe.

Das Bild verdeutlicht die günstige strategische Lage der Napoleonschanze. Foto. peter Weckbrodt

Das Bild verdeutlicht die günstige strategische Lage der Napoleonschanze. Foto. Peter Weckbrodt

Zwangsarbeiter mussten Schanzen bauen

Hohnstein war, bedingt durch seine Lage, zur Sicherung der Verbindungen nach Böhmen von besonderer Bedeutung. Der östliche Zugang zur Stadt und zum Polenztal erhielt eine Sicherung durch mehrere Feldbefestigungen, Schanzen genannt. Auf Befehl der Franzosen mussten diese im Juli/August 1813von Zwangsarbeitern errichtet werden. Von den Befestigungen ist nur noch die Napoleonschanze erhalten. Autor: Peter Weckbrodt

Besucherinformationen

Wann?

10. bis 12. Juni 2016 (Samstag und Sonntag jeweils Start um 10 Uhr)

Wo?

Hohnstein

Was?

„Hier treffen sich Freunde“ – Partnerschaftstreffen mit Stadtfest und Markt der Regionen sowie Historisches Biwak auf der Napoleonschanze.

Mehr Infos

Tourist-Information Hohnstein, Tel.: 035975-86 813, Internetadresse

Anfahrt:

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[caption id="attachment_67607" align="alignleft" width="117"]Peter Weckbrodt. Foto: IW Peter Weckbrodt. Foto: IW[/caption]Peter Weckbrodt hat ursprünglich Verkehrswissenschaften studiert, wohnt in Dresden und ist seit dem Rentenantritt journalistisch als freier Mitarbeiter für den Oiger und die Dresdner Neuesten Nachrichten tätig.

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