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„Doom“ rebootet, Höllenschlund auf dem Mars geöffnet

Auf dem Mars ist die Hölle los. Abb. Bildschirmfoto aus Doom 2016

Auf dem Mars ist die Hölle los. Abb. Bildschirmfoto aus Doom 2016

Egoshooter-Klassiker neu programmiert

23 Jahre nach dem ersten „Doom“ (Verhängnis) ist der Actionspiel-Klassiker zurück – vollkommen neu programmiert und optisch massiv aufgemotzt. Und wer schon einige Zeit im Genre herumspielt, weiß natürlich: Wenn die texanische Egoshooter-Schmiede „id Software“ wieder mal die Kreaturen der Hölle auf die Spieler loslässt, hängt die Messlatte hoch. Unser Testfazit vorab: Konzeptionell oder grafisch innovativ ist Doom 2016 nicht wirklich – aber es macht dennoch enorm Spaß, sich durch die dämonischen Horden zu kämpfen.

Werbevideo (Bethesda)
(nur für Volljährige geeignet):

Mit Kettensäge und Plasmawerfer gegen Mutanten

Wir erinnern uns: Das erste „Doom“ aus dem Jahr 1993 war zwar nicht der allererste 3D-Egoshooter überhaupt, aber doch grafisch und spielerisch ein Pionierstreich, der Maßstäbe setzte. Basis-Story und Spielprinzipien haben sich seitdem nicht grundsätzlich geändert und finden sich auch in vierten „Doom“: Eine sinistre Organisation schöpft auf dem Mars wenig erforschte Energiequellen ab, öffnet dabei ein Portal zur Hölle. Die Energieströme verwandeln die Menschen auf der Mars-Basis in Monster und gegen die treten wir nun ganz allein an – mit all den Waffen, die schon im Ursprungsspiel so bleibt waren: Schrotflinte, Gatling-MG, Plasmawerfer, selbst die Kettensäge taucht wieder auf. Und ähnlich wie in früheren Doom-Spielen müssen wir zwischendurch Umwege gehen, Schlüsselkarten finden, um in den Labyrinthen des Mars-Komplexes und draußen in der extraterrestrischen Wüste weiterzukommen, finden manchmal auch Audiobotschaften längst monster-gemeuchelter Wissenschaftler.

Auch der Cyberdämon ist als Endmonster wieder an Bord. Abb.: Bethesda

Auch der Cyberdämon ist als Endmonster wieder an Bord. Abb.: Bethesda

Fazit: Geradlinig, knackig, hart

Pluspunkte:

+ Doom rockt

+ geradlinig, hart, reuelos – so wie wir Doom kennen und lieben

Minuspunkte:

– nur vorgegebene Speicherpunkte

– linearer Ablauf

Mit „Offener Welt“-Konzepten, wie sie in Mafia, GTA, Far Cry und anderen Spielen heutzutage trendy sind, hält sich id Software nicht groß auf, der Handlungsablauf ist weitgehend linear. Ein paar Elemente von Rollenspielen haben sich eingeschlichen, aber das war es auch schon. Dafür haben sich die Texaner auf schicke Grafik, Gewaltexzesse und ein geradliniges Spieleerlebnis konzentriert, garniert mit aufputschender Musik. So wie wir Doom eben kennen und lieben – und wie es auch von jeher umstritten war. Genau das Richtige eben, um Aggressionen abzubauen (und gar nicht erst mit guten, aggressionsfreien, ausgeglichenen Menschen darüber zu streiten). Autor: Heiko Weckbrodt

„Doom 2016“ (id Software), Egoshooter, USK 18

Abb. Bildschirmfoto aus Doom 2016

Abb. Bildschirmfoto aus Doom 2016

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