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Keule statt Sturmgewehr

Wer als Urzeit-Mensch richtig den Dreh raus hat, zähmt sich einen Säbelzahntiger oder ein Mammut. Visualisierung: Ubisoft

Wer als Urzeit-Mensch richtig den Dreh raus hat, zähmt sich einen Säbelzahntiger oder ein Mammut. Visualisierung: Ubisoft

Im Egoshooter „Farcry Primal“ stranden wir in der Urzeit

Wer „Far Cry“ mit Sturmgewehr, Scharfschützen, Hawai-Hemd und technischen aufgerüsteten Tropeninseln assoziiert, muss umdenken: Im neuesten Ableger dieser Spiele-Reihe, „Farcry Primal“, schickt uns Ubisoft geradewegs zurück in die Urzeit – mitten zwischen Mammuts, Säbelzahnkrieger, Wölfe und feindliche Urmenschen-Stämme. Das Urprinzip aller taktisch angehauchten Ego-Shooter bleibt indes erhalten: Anschleichen, Kämpfen, Ressourcen-Sammeln stehen auch hier im Mittelpunkt, nur auf eine eben viel elementarere, erdverbundenere Art und Weise als aus Hightech-Waffen-Spektakeln sonst gewöhnt.

Wer nicht jagt und sammelt, endet als Trophäe

Und dies hat seinen ganz eigenen Spielcharme. Denn hier müssen wir wirklich beim Punkt 0 anfangen und beginnen, unsere Vorfahren allein dafür zu bewundern, dass sie solange überhaupt überlebt haben. Denn in dieser computergenerierten Urzeit müssen wir ratzfatz Keulen, Speere sowie Pfeil und Bogen bauen, Ziegen jagen, Feuer machen, das gelobte Land Oros sowie Urzeit-Kumpels und -Kumpelinen finden, sonst sind wir ganz schnell verhungert, erfroren, aufgefressen – oder enden als kleine Trophäenstückchen am Hals eines Feindes.

Es kann sich immer als sinnvoll erweisen, misstrauische Ischen am Wegesrand vor Säbelzahntigern zu retten - irgendwann bekommen wir so einen richtig schlagkräftigen Stamm zusammen. Bildschirmfoto Farcry Primal

Es kann sich immer als sinnvoll erweisen, misstrauische Ischen am Wegesrand vor Säbelzahntigern zu retten. Auf diese altruistische Weise bekommen wir einen richtig schlagkräftigen Stamm zusammen. Bildschirmfoto Farcry Primal

Eule macht auf Spionage-Drohne

Allerdings haben die Macher auch ein paar eher magische Tricks eingebaut, um das Spielerlebnis aufzumotzen. So können die Urzeitmenschen in „Farcry Primal“ bereits Eulen zähmen und wie eine Drohne der Neuzeit zur Fernerkundung ganzer Steppen und Gebirge einsetzen. Auch dürfen wir per Tastendruck einen „Jägerblick“ aktivieren, der lohnenswerte Beute in der Spielumgebung gelbleuchtend hervorhebt – eine Art Supernachtsicht-Gerät der Urzeit gewissermaßen, das für eine ganz eigene, geheimnisvolle Optik sorgt.

Ha, ich habe Feuer und eine Keule gemacht! Bildschirmfoto Farcry Primal

Ha, ich habe Feuer und eine Keule gemacht! Bildschirmfoto Farcry Primal

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Knausrig verteilte Speicherpunkte

Was uns nicht so gut gefallen hat: Die Stellen, an denen wir im Spiel unsere Fortschritte speichern und damit auch mal aussteigen können, sind durch ausgewählte Speicherpunkte von Ubisoft vorgegeben. Und apropos Ubisoft: Um „Farcry Primal“ zocken zu können, muss sich der Spieler ein Konto auf der UPlay-Plattform anlegen, die unseres Erachtens vor allem als Kopierschutz gedacht ist. Der Zugang ist zwar kostenlos, bleibt aber neben Steam und vielen anderen Plattformen wieder ein Konto mehr, dass man im Auge behalten und für sich ein Passwort merken muss.

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Fazit: Überleben gewinnt neuen Wert

Mit „Farcry Primal“ gibt Ubisoft der Farcry-Spielereihe eine interessante neue Richtung. Die Reise in die Urzeit macht das Spiel zudem erdiger, blutiger und verschiebt das Spielerlebnis etwas mehr hin zu ganz elementaren Triumphen: Ich habe Feuer gemacht. Ich habe meinen ersten Wolf erlegt! Und ja, ich habe in dieser Wildnis überlebt! Autor: Heiko Weckbrodt

„Farcry Primal“ (Ubisoft), Urzeit-Egoshooter, USK 16

 

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