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Airport Berlin-Tegel im Flugsimulator runderneuert

Unverkennbar ist das Terminal-Sechseck von Berlin-Tegel. Bildschirmfoto: Jan Gütter

Unverkennbar ist das Terminal-Sechseck von Berlin-Tegel. Bildschirmfoto: Jan Gütter

Was im echten Berlin ewig dauert, ist im PC jetzt erledigt

Da der neue Hauptstadt-Flughafen durchaus noch eine Weile auf seine Eröffnung warten muss, sollte er überhaupt jemals in Betrieb gehen, platzt Berlin-Tegel mittlerweile aus allen Nähten. Zudem benötigt er dringend eine Rundumerneuerung. Gefühlt jedenfalls fällt er fast auseinander. Was jedoch im wahren Leben – zumindest im laufenden Betrieb – unmöglich ist, gelingt in der Flugsimulator-Welt etwas leichter.

Werbevideo (Aerosoft): Berlin-Tegel

Detailliert modelliert

So stellte am Freitag „Aerosoft“ eine neue Version von „Berlin Tegel X“ vor. Entwickler PADLabs nahm sich der mittlerweile doch sehr in die Jahre gekommenen Version aus dem „German Airports“ Paket an und hievte es auf den neuesten Stand. Nun kommt auch hier endlich das Gefühl auf, sich am realen Flughafen zu befinden. Die Szenerie ist sehr detailliert modelliert, inklusive regem Verkehr der Service-Fahrzeuge auf dem Vorfeld und der Autos innerhalb des Terminal-Rings. In der Draufsicht ist das Gewusel fast schon zu viel des Guten. Aber besser so als ein leblos wirkender Flughafen. Alle wichtigen Gebäude auf dem Flughafen selbst sind dargestellt. Auch die wichtigsten Rollwege und -beschriftungen sind da, wo sie sein sollen. In der Umgebung des Flughafens hätte man sich etwas mehr Liebe zum Detail gewünscht. Aber vermutlich ist das dem Umstand geschuldet, dass ich den Flughafen aus eigener Erfahrung recht genau kenne. Da ist man immer etwas pingeliger.

Wer diese Flughafenmauer genauer anschaut, findet ein witziges "Osterei": Entwickler PADLabs hat sich auf einem Werbeplakat verewigt. Bildschirmfoto: Jan Gütter

Wer diese Flughafenwand genauer anschaut, findet ein witziges „Easter Egg“: Entwickler PADLabs hat sich auf einem Werbeplakat verewigt. Bildschirmfoto: Jan Gütter

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Nur bei Kombi aus FSX und AES funktionieren auch die Fahrgast-Brücken

Abzüge gibt es allerdings in der B-Note beim Thema Performance. Und – ein alter Bekannter bei Aerosoft-Szenerien – die Jetways (Passagierbrücken) funktionieren nur, wenn der Flugsimulant den Flight Simulator X (FSX) in Kombination mit dem Hauseigenen AES (Airport Extended Services) verwendet. Somit sind alle Nutzer von Prepar3D und FSX:Steam außen vor. Hier wünscht man sich dringend Abhilfe bzw. den schnellen Umstieg auf alternative Lösungen, die allen Käufern von Aerosoft Szenerien den gleichen Leistungsumfang bieten.

Bildschirmfoto: Jan Gütter

Bildschirmfoto: Jan Gütter

Ruckelei-Gefahr in der Großstadt

Was die Performance angeht, ist Aerosoft kaum ein Vorwurf zu machen. Hier liegt der Hase schlicht in der Gebäudedichte von Berlin begraben. In der Nähe größerer Städte gibt es immer wieder Probleme aufgrund zu geringer FPS („Frames per Second“ – Anzahl der Bilder, die der PC pro Sekunde darstellen kann) was zu einem unangenehmen Ruckeln vor allem bei Schwenks führen kann. Hier hilft nur, die Grafikeinstellungen, insbesondere die vom PC generierten Objekte („Autogen“) und Verkehr („AI Traffic“) zu reduzieren. Alternativ gibt es bei simmershome.de eine Anleitung (http://bit.ly/1YZNi0M), wie man die Performance unter Umständen steigern kann. Davon profitieren dann alle Berliner Flughäfen.

Fazit: Authentisch, mit kleinen Mängeln

Mit „Berlin-Tegel X“ hat Aerosoft einen rege genutzten deutschen Flughafen auf den aktuellen Stand der Realität und Technik gebracht, was vor allem die deutsche Flugsimulatorgemeinschaft sehr zu schätzen wissen dürfte. Die Umsetzung wirkt aufgrund guter 3D-Modelle sehr realistisch und authentisch. Einziges Manko sind fehlende sich bewegende Jetways, die Aerosoft bzw. Entwickler PADLabs hoffentlich noch nachliefern werden.

-> Erhältlich ist die Szenerie „Berlin-Tegel X“ hier bei Aerosoft im Netz

Autor: Jan Gütter

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