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Dem Lokführer über die Schulter schauen

Beim Dampfloktreffen mit dabei ist diese schmucke böhmische Dampflokomotive. Foto: Peter Weckbrodt

Beim Dampfloktreffen mit dabei ist diese schmucke böhmische Dampflokomotive. Foto: Peter Weckbrodt

Oigers Wochenendtipp für den 16./17. April 2016: Dampflokfest in Dresden

Dresden, 15.- April 2016. Das Dresdner Dampfloktreffen zieht nicht nur die fachsimpelnden Eisenbahnfanatiker, sondern schon seit Jahren auch die Familien in seinen Bann. Das ist bei der 8. Auflage von Deutschlands größtem Dampfloktreffen nicht anders. Die Veranstalter, die Interessengemeinschaft (IG) Bw Dresden-Altstadt und das Dresdner Verkehrsmuseum haben sich für die drei Tage vom 15. bis zum 17. April 2016 jeweils von 10 bis 18 Uhr wieder ein breites Programm einfallen lassen.

Das Festareal ist in drei große Erlebnisbereiche unterteilt: das Eisenbahnmuseum und das Gelände am Depot des Verkehrsmuseums, beide in der Zwickauer Straße gelegen, und das „Erlebnis Fahrt“ mit einem Dampflokzug auf einer der aussichtsreichen Strecken in der Region um Dresden oder gar bis ins böhmische Decin.

Die Zwickauer Straße ist während des Festes für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Dadurch können die Besucher die 300 tristen Meter zwischen Museum und Depot ganz entspannt im Feldbahnzug der Lohmener Feldeisenbahner zurücklegen. Das ist schon mal was für die ganze Familie. Die Zwickauer Straße bietet zudem auf einer 50 Meter langen Spiel- und Bastelstrecke viel Spaß für die kleinen Eisenbahnfreunde. Und auf dem Depotgelände dürfen sie in einer Echtdampf-Minieisenbahn mitfahren.

Fotoparade mit Lichteffekten

Auf eine richtige große Dampflok können die Familien auf dem Museumsgelände steigen. Bei der Mitfahrt auf dem Führerstand erleben sie nostalgische Eisenbahnatmosphäre. Den vermitteln auch der Bummel durch den großen Ringlokschuppen und die Lokparaden auf der Drehscheibe vor den Schuppentoren. Für den abendlichen Höhepunkt, die zweite Fotoparade der schwarzen Gesellen mit speziellen Lichteffekten am Sonntagabend, sind nur noch Restkarten zu haben. Nur am Sonnabend gibt es 19 Uhr „Dampf & Dixie“ mit drei Bands. Im Vorjahr kam dabei Bombenstimmung auf, die bei der die Gäste begeistert ihr Tänzchen rund um die Lokveteranen machten.

Mit Zuglok und Vorspannlok fährt dieser Sonderzug vom Dresdner Hauptbahnhof ab . Foto: Peter Weckbrodt

Mit Zuglok und Vorspannlok fährt dieser Sonderzug vom Dresdner Hauptbahnhof ab . Foto: Peter Weckbrodt

In diesem Jahr sind besonders viele Dampflokomotiven nach Dresden gekommen, nämlich zehn Stück. Dazu gesellen sich noch die zahlreichen im Eisenbahnmuseum und im Depot des Verkehrsmuseums stationierten, nicht mehr betriebsfähigen Lokomotiven. Allabendlich können die Besucher zusehen, wie die Loks Wasser und Kohle nachfüllen, während die Arbeiter die Feuerungen von Verbrennungsrückständen entschlacken.

Richtig in Aktion erleben können die Familien die Dampfrösser bei der Mitfahrt in einem der Sonderzüge, die täglich ab Dresden Hauptbahnhof abfahren. Da alle diese Züge aus mindestens 10 großen Schnellzugwagen gebildet werden, sind Karten für alle Züge noch unmittelbar vor der Abfahrt am Zug erhältlich.

Am Sonnabend geht es mit der bärenstarken Schnellzuglok 01 2118 als Zuglok und der Güterzuglok 52 8154 als „Schiebe“ bereits 08:20 Uhr ab Bahnsteig 1 des Hauptbahnhofs nach Freiberg. Nach einem Halt in Tharandt folgt dann ein besonderes Gaudi. Im Parallelgleis fährt zeitgleich ein von der 95 1027 gezogener Güterzug ab. Auf der Steilrampe hinauf nach Klingenberg-Colmnitz wird dann quasi um die Wette gefahren!

Morgends und abends kann im Eisenbahnmuseum das Ergänzen der Vorräte an Wasser und Kohle erlebt werden. Foto: Peter Weckbrodt

Morgends und abends kann im Eisenbahnmuseum das Ergänzen der Vorräte an Wasser und Kohle erlebt werden. Foto: Peter Weckbrodt

Eine ähnlich attraktive Sonderzugfahrt kann ebenfalls am Sonnabend von Dresden nach Decin gebucht werden. Hierbei kann zwischen zwei zeitgleich 13:20 Uhr abfahrenden Zügen gewählt werden. Zug 1 (Bahnsteig 17) ist mit 01 2118 bespannt, Zug 2 (Bahnsteig 1) mit 35 1019. In Parallelfahrt geht es bis Pirna, weiter nach Decin wird als ein Zug mit beiden Loks gefahren.

Am Sonntag steht ein Sonderzug nach Senftenberg im Angebot. Er fährt 07:55 Uhr vom Bahnsteig 3 ab. Als Lok stehen hierfür die 50 3648 und die 35 1019 zur Verfügung. Besonders reizvoll wird die Fahrt durch die gewählte Strecke über Kamenz und Hosena, über die schon seit Jahren kein Reisezug mehr verkehrt. Am Sonntagnachmittag gibt es eine letzte Sonderzugfahrt nach Freiberg mit 50 36 48 und 35 1019.

Stangen-Elli zieht historischen Güterzug

Nicht mitfahren können die Besucher des Dampflokfestes mit dem von der „Stangenelli“, der 92 Jahre alten Ellok E77 10 des Dresdner Eisenbahnmuseums gezogenen historischen Güterzug. Die Elli pendelt mit ihm zwischen Dresden und Freital-Potschappel durch den reizvollen Plauenschen Grund. Das verspricht Super-Fotos und -Videos von der Vorbeifahrt an der Strecke.

Die Elli fährt am Sonnabend Punkt 12 Uhr von Dresden-Altstadt ab, ist 12:07 Uhr in Potschappel und fährt 13:30 Uhr wieder zurück. Am Sonntag startet sie 12:16 Uhr in Altstadt, Halt in Potschappel ist von 12:24 Uhr bis 13:22 Uhr.

Besucher-Informationen

Was? 8. Dresdner Dampfloktreffen, Zwickauer Straße
Wann? Vom 15. bis 17. April 2016, jeweils von 10 bis 18 Uhr
Eintrittspreise: Erwachsene 10 Euro, Erm. 5 Euro, Familien 22 Euro, Minifamilien 13 Euro;
Anfahrt: Für die Fahrt zwischen dem Dresdner Hauptbahnhof und dem Festgelände an der Zwickauer Straße bieten sich die im halbstündigen Turnus verkehrenden historischen Pendelbusse an.
Mehr Infos im Netz: www.igbwdresdenaltstadt.de

Kategorie: Ausflugstipp, zAufi

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[caption id="attachment_67607" align="alignleft" width="117"]Peter Weckbrodt. Foto: IW Peter Weckbrodt. Foto: IW[/caption]Peter Weckbrodt hat ursprünglich Verkehrswissenschaften studiert, wohnt in Dresden und ist seit dem Rentenantritt journalistisch als freier Mitarbeiter für den Oiger und die Dresdner Neuesten Nachrichten tätig.

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