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Halbe Milliarde für kleine Hochschulen

Aline Bergert und Uwe Schellbach vom Medienzentrum der Bergakademie Freiberg arbeiten am Projekt "Videocampus Sachsen". Foto: TU Freiberg

Aline Bergert und Uwe Schellbach vom Medienzentrum der Bergakademie Freiberg arbeiten am Projekt „Videocampus Sachsen“. Foto: TU Freiberg

Geplantes Programm soll Innovationstransfer in die Region belohnen

Berlin/Dresden, 5. April 2016. Der Bund plant ein besonderes Förderprogramm „Innovative Hochschulen“, das mit einer halben Milliarde Euro dotiert sein soll, verteilt über zehn Jahre. Damit sollen Fachhochschulen sowie kleinere Unis und Hochschulen – jenseits der Exzellenz-Initiative für die Groß-Unis – eine Chance auf einer Sonderförderung erhalten. Das hat die sächsische Wissenschaftsministerin Eva-Maria-Stange (SPD) eingeschätzt.

Ministerin: Kommt auch für Bergakademie Freiberg in Frage

Zuschläge sollen vor allem akademische Einrichtungen bekommen, die besondere Innovationsleistungen für ihre Region erbringen. Damit komme dieses Programm in Sachsen zum Beispiel für die Uni Freiberg in Frage, betonte Ministerin Stange. Freiberg gilt mit knapp 5000 Studenten als eher kleine Uni in Sachsen. Zum Vergleich: Die TU Dresden hat über 36.000 Studenten, die Uni Leipzig reichlich 28.000 Studenten.

Aber die Freiberger Bergakademie ist eben auch weniger auf Grundlagenforschung orientiert, sondern sehr stark in der angewandten Forschung, schätzte Stange ein. Durch beide Faktoren – geringe Größe und Fokus auf angewandte Forschung – hat es eine Uni wie Freiberg schwer, mit den großen Unis im Exzellenz-Förderwettbewerb mitzuhalten.

Sachsen will Fachhochschulen wieder stärken

Zudem gibt es ohnehin deutschlandweit und vor allem in Sachsen den Wunsch, die Fachhochschulen wieder mehr zu stärken. Diese hatten in der DDR eine recht wichtige Rolle im akademischen System gespielt, nach der Wende jedoch an Bedeutung gewonnen. Programme wie die geplante Förderreihe „Innovative Hochschulen“ könnten für etwas Abhilfe sorgen.

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