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16 Sternen-Explosionen in Erdnähe

Überreste einer Supernova: Keplers Supernova explodierte in 13.000 Lichtjahren Entfernung im Sternbild Schlangenträger (Ophiuchus). Sternengucker wie der berühmte Astronom Johannes Kepler konnten sie schon vor 400 Jahren beobachten. Foto: NASA, ESA, R. Sankrit and W. Blair (Johns Hopkins University) / CC BY 3.0

Überreste einer Supernova: Keplers Supernova explodierte in 13.000 Lichtjahren Entfernung zur Erde im Sternbild Schlangenträger (Ophiuchus). Der Astronom Johannes Kepler konnte sie schon vor 400 Jahren beobachten. Foto: NASA, ESA, R. Sankrit and W. Blair (Johns Hopkins University) / CC BY 3.0

Forscher aus Canberra, Dresden und Berlin weisen außerirdisches Eisen von vielen Supernovae auf Meeresgrund nach

Canberra/Berlin/Dresden, 6. April 2016. In kosmischer Nähe zu Erde explodieren Sterne viel häufiger als bisher gedacht – und laden dabei radioaktives Eisen und andere Elemente in unseren Ozeanen ab. Das haben Forscher aus dem australischen Canberra, aus Berlin und Dresden-Rossendorf nun nachgewiesen. Demnach sind in den vergangenen 13 Millionen Jahren mindestens 16 solcher Supernovae in solcher Nähe zu unserem Planeten ausgebrochen, dass dadurch außerirdisches Material auf den Meeresboden von Pazifik, Atlantik und Indischem Ozean gelangen konnte. Dies teilten die TU Berlin, das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) und die „Australian National University“ (ANU) aus Canberra heute mit.

Um dies nachzuweisen, datierten die Wissenschaftler Manganknollen und Sedimente aus den Weltmeeren mit bisher unerreichter Genauigkeit und ermittelten den Gehalt einer besonderen Eisen-Variante in diesem Proben: Das Eisen-Isotop 60 mit einer Halbwertszeit von 2,6 Millionen Jahren kommt auf der Erde praktisch nicht natürlich vor. Diese Atomart wird jedoch Sternen herausgeschleudert, die am Ende ihrer „Lebenszeit“ als Supernovae explodieren – und gelangt so über kosmische Distanzen auch in unsere Atmosphäre und auf den Meeresgrund.

Sternenexplosionen so hell wie der Mond anzusehen

Laut den Untersuchungen der australischen und deutschen Forscher müssen diese Supernovae so stark gewesen sein, dass sie „auch bei Tageslicht sichtbar waren und eine Helligkeit vergleichbar mit unserem Mond erreichten“.

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