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Hass-Wölfe belagern Neumarkt in Dresden

Die Wölfe sind zurück: Der Anführer-Wolf vor der Frauenkirche in Dresden hat die krallenbewehrte Pfote zum Hitler-Gruß erhoben. Foto: Peter Weckbrodt

Die Wölfe sind zurück: Der Anführer-Wolf vor der Frauenkirche in Dresden hat die krallenbewehrte Pfote zum Hitler-Gruß erhoben. Foto: Peter Weckbrodt

Künstler Opolka warnt mit den Skulpturen aus Bronze und Eisen vor Fremdenfeindlichkeit und Pegida

Dresden, 16. März 2016. Wölfe springlauern auf dem Neumarkt in Dresden: Als Mahnung gegen Fremdenfeindlichkeit und Pegida hat der Künstler und Taschenlampenfabrikant Rainer Opolka eiserne und bronzene Wolfsskulpturen in der Stadtmitte unweit der Frauenkirche aufgestellt. „Die Wölfe stehen symbolisch für Hasser, Brandsatz-Werfer, Neo-Nazis, wütende Pegidisten und AFDler, die auf Flüchtlinge schießen wollen“, erklärte Opolka.

Rainer Opolka. Foto: diewoelfesindzurueck.de

Rainer Opolka. Foto: diewoelfesindzurueck.de

66 dieser bis zu zwei Meter hohen metallischen Kreaturen hat er zu einem Rudel auf dem Neumarkt arrangiert und ihnen Rollen zugewiesen: „Blinder Hasser“ zum Beispiel, „Mitläufer“, auch ein pistolenbewaffnet-wölfischer „NSU-Mann“ ist dabei und ein „Anführer“, die Pfote zum Hitler-Gruß erhoben. „Die Wölfe sind zurück?“ nennt sich diese Wanderausstellung.

Der NSU-Wolf hat eine Pistole. Foto: Peter Weckbrodt

Der NSU-Wolf hat eine Pistole. Foto: Peter Weckbrodt

Wölfe ziehen im April weiter nach Potsdam

Bis zum 23. März 2016 lässt Künstler Opolka die erbarmungslosen Raubtiere auf dem Neumarkt in Dresden herumlungern. Danach zieht das Rudel als Wanderausstellung weiter: Im April und Mai belagert es den Altmarkt in Potsdam. Im Herbst streift es durch Berlin. Weitere Stationen sind geplant.

Dutzendweise haben sich die Wölfe über den Neumarkt in dresden verteilt. Foto: Peter Weckbrodt

Dutzendweise haben sich die Wölfe über den Neumarkt in dresden verteilt. Foto: Peter Weckbrodt

Damit auch der letzte Passant das Anliegen versteht, hat der Initiator aus dem brandenburgischen Wendisch Rietz die Wölfe mit Info-Tafeln dekoriert, die sich mit Pegida, Wutbürgern, Asyl und Menschlichkeit beschäftigen. Mehr über die Ausstellung „Die Wölfe sind zurück?“ ist hier im Netz zu erfahren.

4 Kommentare

  1. max_christ@web.de sagt

    Eine sehr interssante und gut Idee gegen fremdenfeindlichkeit, Hass und Ähnliches!
    Aber der Wolf ist kein Agressives oder Hassendes wesen. Es steht für einen gesunden Wald und Tierbestand. in Deutschland freuen wir uns doch gerade erst über die neuansiedlung des Wolfes und dies schaft ein falsches Bild dieser Edlen Tiere, so hat meine Größmutter die Wölfe noch gesehen.
    Passender als symbolick für fremden Hass Wären Ameisen gewesen die Sehr agressiv und nimmanden anderes als ihres gleichen in der nähe dulden. Gerade die Art die auf Akazien leben greifen jeden der die Pflanze nur berührt zu hauf an.
    Eben so funktioniert es mit Pilzmytellen, diese grenzen selbst Pflanzen der selben Gatung. und bauen eine art Mauer zwischen sich und dem anderen Pilz aus. …
    Aber trotzdem muss ich sagen das die grund Idee zum aufmerksammachen der Bevolkerung auf diesen Hass sehr gut ist. Danke dafür

  2. Sven Steiger sagt

    1. dieser Opolka ist kein Künstler, sondern ein Starkstrom-Elektriker. Mit einem übergroßen Ego und einem sehr beschränkten Blick auf die Welt
    2. Diese MAchwerke sind von einer perversen Ästhetik, wenn man den Begriff Ästhetik hier überhaupt anwenden möchte
    3. Es sind im Grunde miese Plagiate nach den Bildwerken des britischen Künstlers Flanagan. Denn, wie gesagt, dieser Opolka hat außer volksverhetzenden Absichten und seinem Haß auf alle Andersdenkenden nichts „eigenes“ eingebracht. Stilistisch-formal sind es miese Plagiate.
    4. Wer bei der Stadt Dresden hat das eigentlich finanziert/durchgewunken? Was kostet den BÜrger diese widerwärtige Hetzaktion?

  3. Klaus Wrackmeyer sagt

    Was das mit Kunst zu tun hat, versteht nur der „Künstler“ !
    Sie sollten diesen herrlichlichen Platz, der in der letzten Zeit von unverantwortlichen Menschen so mißbraucht wurde, zufrieden lassen! Es muß endlich wieder Ruhe und Frieden einkehren und nicht solche Monsterschau!

    • heike sagt

      Hallo.Habe die Erfahrung selbst machen koennen.Der Oppolka hat mir gesagt,dass Pegioten ganz vernuenftige Leute seien und er gute Gespraeche gefuehrt habe.Deshalb stand ein gutes Dutzent am Eingang seiner Wolfsschau.Mit mir wollte er nicht reden.

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