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Geklautes Steam-Konto kostet 15 $ auf Schwarzmarkt

Besonders lukrativ: Trojaner. Foto: Heiko Weckbrodt

Ist zum Synonym für eingeschmuggelte Gefahren geworden: Trojanisches Pferd. Foto: Heiko Weckbrodt

Kaspersky: Spieler geraten zunehmend ins Visier von Cybergangstern

Moskau/Ingolstadt, 15. März 2016. Cybergangster greifen verstärkt Spieler auf der Plattform „Steam“ an. Die Kriminellen wollen dabei die Zugangsdaten der Nutzer oder virtuelle Spielgegenstände rauben. Die gestohlenen Konten werden dann für durchschnittlich 15 Dollar pro Zugang auf dem Schwarzmarkt vertickt. Das hat das russische Sicherheits-Softwareunternehmen Kaspersky nach einer Analyse mitgeteilt. Steam ist eine Internetplattform, die zahlreiche Computerspiele verkauft und deren Nutzung verwaltet.

Gamer sind lukratives Ziel geworden

„Gamer sind für Cyberkriminelle inzwischen ein lukratives Ziel geworden“, schätzte Kaspersky-Sicherheitsexperte Santiago Pontiroli ein. Denn wer einen Steam-Zugang gekapert hat, kann darüber erhebliche Käufe und andere Transaktionen realisierten. „Die wachsende Zahl von Angriffen geht mit neuen Methoden zur Infektion und Verbreitung sowie immer komplexerer Malware einher.“

Verbreitungs-Statistik für  den Steam-Trojaner MSIL.Steamilik. Abb.: Kaspersky

Verbreitungs-Statistik für den Steam-Trojaner MSIL.Steamilik. Abb.: Kaspersky

Besonders oft setzen die Cyberkriminellen drei Trojaner bei Steam-Attacken ein: „Trojan.Downloader.MSIL.Steamilik“ (lädt weitere Schadprogramme ein, um den PC fernzusteuern), „Trojan.MSIL.Steamilik“ (löst konkrete Aktionen auf dem Zielrechner aus) und „Trojan-PWS.MSIL.Steam“ (auf den Diebstahl von Steam-Zugangsdaten spezialisiert). „In Europa sitzen die Opfer vor allem in Deutschland und Frankreich“, informierte Kaspersky.

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