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Durchsichtige Organikelektronik von der Rolle rückt näher

Die FEP-Fraunhofer-Forscher produzierten in Dresden auch diese Rolle mit OLED- Lichtquellen und TREASORES -Logo im Rolle-zu-Rolle Prozess. Der Strom wird durch eine dünne transparente Silberelektrode zu den organischen Funktionsschichten geleitet. Foto: Fraunhofer FEP

Die FEP-Fraunhofer-Forscher produzierten in Dresden auch diese Rolle mit OLED- Lichtquellen und TREASORES -Logo im Rolle-zu-Rolle Prozess. Der Strom wird durch eine dünne transparente Silberelektrode zu den organischen Funktionsschichten geleitet. Foto: Fraunhofer FEP

Biegsame Solarzellen und Leuchten erlauben neue Bauformen für Hightech und Architektur

Dresden/Dübendorf, 6. März 2016. Die Massenproduktion durchsichtiger und biegsamer organischer Leuchten und Solarzellen „von der Rolle“ rückt näher: In einem EU-geförderten Projekt „TREASORES“ (Transparent Electrodes for Large Area Large Scale Production of Organic Optoelectronic Devices) haben neun Unternehmen und sechs Technologieinstitute aus fünf Ländern gemeinsam dafür praxistaugliche Fertigungsprozesse entwickelt. Weil sie sehr leicht und flexibel sind, ermöglichen organische Leuchten und Energiesammler künftig ganz neue Bauformen für Öko-Häuser, Auto-Lichter, Smartphones und andere Geräte.

Schweizer und Dresdner Forscher arbeiten zusammen

Die Leitung des Projektes hatte die „Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt“ (Empa) in Dübendorf in der Schweiz übernommen. Weil Dresden in der organischen Elektronik zu den weltweit führenden Forschungsstandorten zählt, waren auch mehrere Sachsen beteiligt, so zum Beispiel Wissenschaftler der TU Dresden und des „Fraunhofer-Instituts für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik“ (FEP) in Dresden. Die EU hatte für TREASORES ab 2012 neun Millionen Euro beigesteuert, die Projektpartner gaben sechs Millionen Euro.

Die spezielle Rolle-zu-Rolle-Maschine auf FEP in Dresden, in der die flexiblen Sensoren hergestellt werden. Foto: FEP Dresden

Eine Rolle-zu-Rolle-Maschine im FEP in Dresden. Foto: FEP Dresden

Ersatz für seltene Indium-Elektroden

Den Projektpartner gelang es beispielsweise, transparente Elektroden aus Silber beziehungsweise Kohlenanoröhrchen zu entwickeln, die ganz ohne das seltene Indiumoxid ITO auskommen. Auch designten sie neue durchsichtige Sperrfolien, die verhindern, dass die organische Elektronik durch Luft und Wetter vorzeitig altert.Vor allem aber verbesserten sie die Verfahren, um organische Elektronikfolien wie im Rollendruck einer Zeitungsdruckerei massenhaft herstellen zu können. Insgesamt kamen laut FEP sieben Patente zustande.

Partner im TREASORES Forschungsprojekt:

  • Empa (Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt), Schweiz
  • Technische Universität Dresden, Deutschland
  • Fraunhofer FEP, Fraunhofer ISC, Fraunhofer IVV und Fraunhofer ISE, Deutschland
  • Universität Valencia, Spanien
  • Aalto Universität, Finnland
  • CIC Nanogune, Spanien
  • NPL Management Ltd., Großbrittanien
  • Osram GmbH, Deutschland
  • Canatu Oy, Finnland
  • Amanuensis GmbH, Schweiz
  • Sefar AG, Schweiz
  • Amcor Flexibles, Schweiz und Deutschland
  • Rowo Coating GmbH, Deutschland
  • Eight19 Ltd., Großbrittanien
  • Quantis Sàrl, Schweiz

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