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Export-Rekord für Sachsen

Susann Hirschberg und Marcel Kowallik bei der Entkontrolle am 5.000.000sten Volkswagen aus Sachsen im Werk Zwickau. Foto: Volkswagen

Automobile gehören zu den Hauptexportgütern aus Sachsen – hier ein VW aus dem Werk Zwickau. Foto: Volkswagen

Allerdings sind Bremseffekte aus China, Russland und Korea unübersehbar

Dresden, 3. März 2016. Die sächsische Wirtschaft hat im Jahr 2015 Waren und Dienstleistungen im Wert von rund 38 Milliarden Euro exportiert – dies ist ein neuer Rekordwert, wie das Wirtschaftsministerium in Dresden mitteilte.

Die sächsischen Ausfuhren wuchsen um 6,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Damit liegt der Freistaat Sachsen beim Exportwachstum über dem ostdeutschen wie auch gesamtdeutschen Durchschnitt von 6,1 Prozent bzw. 6,4 Prozent“, betonte das Ministerium.

Allerdings sind auch bremsende Effekte unübersehbar: 2014 hatte der Export-Zuwachs Sachsens noch bei 14 % gelegen. So konnten die Sachsen beispielsweise 13 % weniger nach China und 15 % weniger nach Korea exportieren – beide Volkswirtschaften schwächeln seit einiger Zeit etwas. Die Ausfuhren gen Russland schrumpften um 15 %, bedingt durch die Sanktionen.

Fast die Hälfte der sächsischen Exporte waren Autos und andere Erzeugnisse des Kraftfahrzeugbaus. Elektrotechnische Erzeugnisse hatten einen Anteil von 10,1 Prozent an den gesamten Ausfuhren (Vorjahr:12,5 Prozent), Maschinenbau-Erzeugnisse machten 10,7 Prozent aus (Vorjahr: 10,7 Prozent).

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  1. Wolfgang K sagt

    Fraglich ist, ob der Rückgang sächsischer Exporte nach Russland ganz (oder auch nur zum überwiegenden Teil) auf die Sanktionen der EU ist. Im Bereich der wirtschaftlichen Zusammenarbeit beschränken sich diese Sanktionen im wesentlichen auf Waffen, „Dual-Use“-Produkte sowie spezielle Produkte und Dienste im Bereich der Öl- und Gasförderung. Keine Bereiche, in denen Sachsen besonders gut aufgestellt wäre. Allerdings schwächelt die russische Wirtschaft, ehe mehr als weniger denn die in China und Korea. Und dann importiert man halt nicht so viel.

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