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Daimler baut für halbe Milliarde Euro zweite Batteriefabrik in Kamenz

Ein Mitarbeiter der Daimler-Tochter Deutsche ACCUmotive montiert im bereits existierenden batteriewerk in Kamenz Kühlschläuchen an Batteriemodulen. Foto: Daimler AG

Ein Mitarbeiter der Daimler-Tochter Deutsche ACCUmotive montiert im bereits existierenden Batteriewerk in Kamenz Kühlschläuchen an Batteriemodulen. Eine zweite Fabrik soll nun folgen. Foto: Daimler AG

Werk soll Energie-Speicher für Elektroautos, Hybride und stationären Einsatz bauen

Kamenz, 1. März 2016. Der Automobil- und Technologiekonzern Daimler wird für eine halbe Milliarde Euro bis zum Sommer 2017 eine zweite Batteriefabrik im sächsischen Kamenz bauen und ausrüsten. Das hat Daimler-Chef Dieter Zetsche heute angekündigt.

Daimler-Vorstandsvorsitzender Dieter Zetsche. Foto. Daimler AG

Daimler-Vorstandsvorsitzender Dieter Zetsche. Foto: Daimler AG

„Eine leistungsstarke Batterie ist die Schlüsselkomponente für das emissionsfreie Fahren“, begründete er den Ausbau. „Damit unterstreichen wir unser Engagement für den konsequenten Ausbau der Elektromobilität.“ Das Unternehmen betreibt über seine Tochter „Deutschen ACCUMOTIVE“ in Kamenz nördlich von Dresden bereits eine – mehrfach erweiterte – Batteriefabrik. Eine Batteriezellen-Fabrik gleich nebenan wurde dagegen schrittweise heruntergefahren.

Video aus der 1. Batteriefabrik
von Daimler in Kamenz (hw):
 

Das zweite Werk in Kamenz soll Batterien für Elektro- und für Hybrid-Fahrzeuge der Marken Mercedes und Smart liefern. Außerdem will Daimler einen Teil der in Kamenz produzierten Energiespeicher für den stationären Einsatz verkaufen – also zum Beispiel als Pufferspeicher für Solar- und Windkraftanlagen.

Projektmanager Thomas Dautert prüft die Einschub-Akkus im Batterie-Großspeicher der Drewag in Dresden-Reick. "Notfalls könnten wir damit einen Vier-Personen-Haushalt 200 Tage lang mit Strom versorgen", sagt er. Foto: Heiko Weckbrodt

Stationäre Energiespeicher wie dieser hier in Dresden-Reick (im Archiv-Foto: Projektmanager Thomas Dautert) gewinnen für Batteriehersteller an Bedeutung und Marktkraft. Foto: Heiko Weckbrodt

Der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) begrüßte heute in Dresden die Daimler-Ankündigung: „Das ist nach den Meldungen der vergangenen Woche ein positives Signal für Ostsachsen und ein guter Schritt in die Zukunft“, betonte er. „In Kamenz konnten bereits in der Vergangenheit umfangreiche Erfahrungen in der Zellproduktion und Montage gesammelt werden. Mit der jetzt vorgesehenen Erweiterung des Standortes durch die Daimler AG wird die Position Sachsens in der Wertschöpfungskette der Batterieproduktion weiter gestärkt.“

1 Kommentare

  1. Herbert Bruderreck sagt

    Grundlage der E-Autos sind z.Zt. Li-Akkus.
    Woher werden wir in Deutschland die nötigen Li-Salze bekommen, ohne völlig abhängig zu werden?
    Oder wollen wir “ nur“ vorgefertigte Li-Zellen z.B. chinesischer Produktion konfektionieren?
    Das wäre eine Sackgasse!

    Was ist aus der Schwefel-Natrium Zelle geworden, für die wir eigene Rohstoffe hätten.

    Für eine Information wäre ich dankbar.

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