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Split X für den Flugsimulator

Ein herrliches Panorama und ein herausfordernder Anflug: der für Flugsimulatoren nachgestaltete Airport Split in Kroatien. Abb.: Bildschirmfoto

Ein herrliches Panorama und ein herausfordernder Anflug: der für Flugsimulatoren nachgestaltete Airport Split in Kroatien. Abb.: Bildschirmfoto

Hobby-Piloten können per Rechner am kroatischen Flughafen ihr Können beweisen

Der Winter ist fast vorbei, es wird also langsam Zeit, sich Gedanken über den bald bevorstehenden Sommerurlaub zu machen. Nicht immer will man dafür um den halben Erdball kreisen, manchmal liegen die besten Ferienziele auch ganz nah. Wie zum Beispiel Kroatien, das sich seit Jahren steigender Beliebtheit auch und vor allem unter deutschen Urlaubern erfreut. So erscheint es nur logisch, dass die Software-Schmiede „Aerosoft“ auch den kroatischen Ferien-Flughafen Split für Flugsimulatoren modelliert hat.

Werbevideo (Aerosoft):

Überzeugend und detailliert nachgestaltet

Die Umsetzung kann dann auch als mehr als gelungen bezeichnet werden. Mit einer beeindruckenden Detailverliebtheit wurde der kleine Airport nachgestaltet. Neben sehr realistisch wirkenden und hoch aufgelösten Bodentexturen auf dem Vorfeld überzeugt vor allem das Terminal-Gebäude, das durch seine transparente Glasfront auch den Blick auf die liebevoll modellierte Innenausstattung freigibt. Sogar an die Computer-Terminals für das Boarding am Gate haben die Entwickler gedacht. Aber auch das nähere und weitere Umfeld ist mit vielen kleinen Details sehr lebendig gestaltet. So fehlen weder die typischen Gewächshäuser in unmittelbarer Nähe des Flugplatzes, noch die vielen Fahrzeuge, Fluggasttreppen und diverse Gerätschaften, die auf dem Vorfeld verteilt sind, und somit sehr zur Lebendigkeit des Airports beitragen.

Spektakulärer Anflug direkt auf die Berge zu

Den besonderen Reiz des Flughafens macht im Übrigen nicht nur seine Lage aus, sondern auch ein durchaus spektakuläres Anflugverfahren auf die Piste 23. Da sich im Nordosten des Flughafens in unmittelbarer Nähe Berge auftürmen, kann hier nur der Airport nur vom offenen Meer aus angeflogen werden. Dabei steuert der Hobby-Pilot erst einmal schnurstracks auf das Bergmassiv zu, um dann kurz davor in einer scharfen 180-Grad-Linkskurve auf den Landebahnkurs einzudrehen. Da bei diesem Verfahren die Piste links vom Flugzeug liegt und die Landung sehr hohe Ansprüche an den Piloten stellt, darf auch nur der Captain (der im Normalfall links sitzt) diese durchführen. Außerdem verfügt diese Seite der Piste über keinerlei Instrumentenlandesystem, so dass hier nur im Sichtflug gelandet werden kann.

Sogar an die Computer fürs Boarding in der Abflughalle haben die Modellatoren gedacht. Abb.: Bildschirmfoto

Sogar an die Computer fürs Boarding in der Abflughalle haben die Modellatoren gedacht. Abb.: Bildschirmfoto

Wo bleiben die Bodenwellen?

Wo viel Licht ist, gibt es allerdings auch immer ein wenig Schatten: Die Landebahn ist in der Realität nicht eben, sondern ist mehrmals in sich gewellt, was die Landungen noch einmal schwieriger gestaltet. Im Flugsimulator ist davon jedoch nichts zu sehen – die Piste ist schlicht platt. Prinzipiell ist es möglich, solche „sloped“ Runways auch im Flugsimulator zu modellieren. Allerdings kommen vom PC simulierte Flugzeuge („AI Traffic“) nicht mit dieser Art Piste zurecht und würden nie landen. Ein Ausweg wäre, zwei verschiedene Versionen solcher Airports anzubieten, und dem Hobby-Simulanten die Wahl zu lassen zwischen AI Traffic und platter Runway oder alternativ ohne AI Traffic – dafür aber mit realistisch gestalteter Piste.

Autor: Jan Gütter

Zusatzpaket „Split X“ für Microsoft Flight Simulator X und für Lockheed Martin Prepar3D, erhältlich im Shop von Aerosoft für 19,95 Euro

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