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Gesundheits-Ratgeber für Flüchtlinge

Die arabische Version des Gesundheits-Ratgebers für Asylsuchende. Abb.: BM f. Gesundheit

Die arabische Version des Gesundheits-Ratgebers für Asylsuchende. Abb.: BM f. Gesundheit

Sachsen gibt zudem Tipps für Ärzte und Apotheker

Berlin/Dresden, 1. Februar 2016. Damit sich Asylbewerber im nicht gerade unkomplizierten deutschen Gesundheitssystem zurechtfinden, hat das Bundesgesundheitsministerium ein Ratgeberheft „Gesundheit für Asylsuchende in Deutschland“ veröffentlicht. Umgekehrt gibt es für Ärzte und Apotheker inzwischen einen Ratgeber, was bei der Betreuung von Flüchtlingen zu beachten ist. Darauf hat die sächsische Landesapothekerkammer hingewiesen.

Gratis-Heft erklärt in 5 Sprachen, wie und wo kranke Asylbewerber Hilfe erhalten

Der Bundes-Ratgeber für Asylbewerber ist in Deutsch, Englisch, Arabisch, Kurdisch-Kurmanci und Paschto verfügbar. Er erklärt zum Beispiel, wie kranke Flüchtlinge ärztliche Hilfe und Medikamente bekommen, wie die deutsche Gesundheitskarte aussieht und dergleichen mehr. Interessenten können das Heft hier im Internet kostenlos bestellen oder gleich als PDF herunterladen.

Ratschläge für Ärzte & Apotheker im Umgang mit Asylbewerbern

Da sich aber andererseits auch viele Ärzte und Apotheker in der Vergangenheit nicht so ganz sicher waren, welche Gesundheitsleistungen für Flüchtlinge welche Institution bezahlt, hat inzwischen auch das sächsische Sozialministerium einen Leitfaden zum Thema veröffentlicht. Diese „Interpretationshilfe nach Asylbewerberleistungsgesetz“ richtet sich aber eben nicht an die Asylbewerber, sondern an die Ärzte und Apotheker.

Erläutert wird darin zum Beispiel, dass außer in Notfällen vor der Behandlung von Flüchtlingen ein Behandlungsschein und eine Kostenzusage eingeholt werden soll, für die Finanzierung wiederum in aller Regel das jeweilige Sozialamt oder das Gesundheitsamt der Kommune oder des Kreises zuständig sind. Auch auf solche Details wie zulässige Arznei-Packungsgrößen für Asylbewerber und Zuzahlungsfreiheit geht das elektronische Heft ein. Die „Interpretationshilfe“ kann hier gratis aus dem Netz geladen werden.

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