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Wegen Pegida: Touristiker kritisieren Stadtspitze in Dresden

Semperoper Dresden heute. Foto: Heiko Weckbrodt

Pegida ist es gelungen, wichtige Plätze der Innenstadt von Dresden wie den Platz vor der Semperoper häufig zu dominieren. Nach Meinung von Politologen und Touristikern hat dies dieser Bewegung Rückenwind verliehen. Foto: Heiko Weckbrodt

Forderung: OB soll Demos aus Innenstadt verbannen

Dresden, 21. Januar 2016. Vertreter der Tourismus-Wirtschaft haben der Rathausspitze in Dresden heute Defätismus vor der fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung vorgeworfen: Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) könne und müsse mehr tun, um den Schaden abzuwenden, den Pegida in und für Dresden anrichte. Dies geht aus einer Meldung des „Travel Industry Clubs“ (TIC) nach einer Diskussion im Dresdner Hotel „Kempinski Taschenbergpalais“ hervor.

„Ich habe nicht das Gefühl, dass sich der Oberbürgermeister in Sachen Pegida klar und deutlich positioniert“, schätzte TIC-Geschäftsführer Tom Fecke ein. „Meiner Meinung nach müsste er sagen: Wir wollen solche Aufmärsche nicht im Zentrum unserer Stadt haben, denn so entstehen Dresden und seiner Leitindustrie Tourismus immense Schäden. Es macht den Anschein, als sei der Platz vor der Semperoper regelrecht reserviert für Pegida.“

Erst gestern hatten Prof. Hans Vorländer und weitere Politologen der TU Dresden darauf verwiesen, dass das Wachstum von Pegida in Dresden auch darauf zurück zu führen sei, dass es den Demonstranten gelungen sei, die ikonografisch aufgeladen Kulissen der Innenstadt Dresdens immer wieder in den Fernseh- und Zeitungsbildern zu dominieren.

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