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WhatsApp verdrängt SMS

Die Deutschen versenden immer weniger SMS, dafür immer mehr WhatsApp-Nachrichten. Abb.: Verivox, Datenquelle: VATM

Die Deutschen versenden immer weniger SMS, dafür immer mehr WhatsApp-Nachrichten. Abb.: Verivox, Datenquelle: VATM

Zahl der Handy-Kurznachrichten in Deutschland hat sich geviertelt, dafür 30 mal soviele WhatsApp-Nachrichten pro Tag

Heidelberg, 7. Januar 2016. Die SMS-Kurznachricht spielt im Alltag eine immer geringere Rolle: Versendeten die Deutschen im Rekordjahr 2012 noch durchschnittlich 163 Millionen SMS pro Tag, sind es inzwischen nur noch 40 Millionen, also etwa ein Viertel. Im gleichen Zeitraum hat sich hingegen die Zahl der internetgestützten Botschaften via WhatsApp mehr als verdreißigfacht: von 20 Millionen auf 667 Millionen täglich.

Das Heidelberger Vergleichsportal Verivox sieht dafür vor allem drei Gründe:

  1. Die Preise für mobile Internetnutzung sind seit dem Marktstart von WhatsApp im Jahr 2009 drastisch gesunken. Zwar gab es auch früher schon internetgestützte Messenger-Dienste, doch die SMS war im mobilen Einsatz lange Zeit der billigere Nachrichtenkanal.
  2. haben die Deutschen heute siebenmal soviele Smartphones (2009: 6,3 Millionen, 2015: 46 Millionen)
  3. Die Mobilfunknetze sind viel schneller als damals: Statt 3,6 Megabit je Sekunde (Mbs) sind in modernen LTE-Netzen 50 bis 100 Mbs üblich.

Rückgang in anderen Ländern nicht so stark

1992 wurde die erste SMS versendet. Ab 1995 boten die TK-Unternehmen SMS-Dienste im deutschen Massenmarkt an. Bereits ein Jahr später verschickten die Bundesbürger rund 100 Millionen SMS. „Bis ins Jahr 2012 wuchs die Zahl der versendeten SMS auf schließlich 59,5 Milliarden“, so Verivox. „Danach nahm sie jedoch signifikant ab. In anderen Teilen der Welt hat die SMS noch deutlich größere Bedeutung. Sie dient beispielsweise in ärmeren Ländern als Zahlungsinstrument beim Versenden von Geld.“

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