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Exomars sucht nach Lebens auf dem Mars

Falschfarbendarstellung der Landestelle für das europäische Schiaparelli-Modul auf dem Mars: die Ebene "Meridiani Planum". Abb.: ESA, DLR, FU Berlin, G. Neukum

Falschfarbendarstellung der Landestelle für das europäische Schiaparelli-Modul auf dem Mars: die Ebene „Meridiani Planum“. Abb.: ESA, DLR, FU Berlin, G. Neukum

Gemeinsame Mission von ESA und Russen startet 2016

Darmstadt/Baikonur, 20. Dezember 2015. Im März 2016 wollen die europäische Raumfahrtagentur ESA und die Russen die gemeinsame Mission „Exomars“ starten, um auf dem Mars nach Spuren von Leben zu suchen. Die erste Proton-Rakete dieser Missionsreihe wird im März 2016 vom russisch verwalteten Weltraum-Bahnhof Baikonur starten, hat die ESA heute angekündigt.

Spurengas-Sicher fahndet nach Methan

Während der Rover „Curiosity“ der NASA mit einer ähnlichen Aufgabe über die Marsoberfläche rollt, soll in der „Exomars“-Mission zunächst ein „Trace Gas Orbiter“ (TGO) zu unserem Nachbarplaneten fliegen, um dort zum Beispiel nach kleinsten Spuren von Methan-Gas zu fahnden. Dies nämlich könnte ein Indiz für die frühere oder gegenwärtige Existenz biologischer Organismen auf dem Mars sein.

Die Visualisierung zeigt, wie sich im kommenden Jahr das Schiaparelli-Modul beim Anflug auf dem Mars von dem Spurengas-Orbiter trennen wird. Visualisierung: ESA/ATG medialab

Die Visualisierung zeigt, wie sich im kommenden Jahr das Schiaparelli-Modul beim Anflug auf dem Mars von dem Spurengas-Orbiter trennen wird. Visualisierung: ESA, ATG medialab

Mars-Rover folgt 2018

In der zweiten Missions-Phase möchten die Partnerländer einen unbemannten Rover auf dem ras absetzen. Die Landung dieses Roboterwagens auf dem Mars möchten die Ingenieure bereits 2016 vorbereiten: Zusammen mit dem TGO reist ein „Schiaparelli-Modul“ zum Mars. Es wird „während seiner Reise zur Oberfläche des Roten Planeten Daten sammeln und Technologien testen, die dann dem Landevorgang der Folgemission ExoMars 2018 zugutekommen sollen“, kündigte die ESA an. Der Start des eigentlichen Rovers ist dann für das Jahr 2018 vorgesehen. Alle Exomars-Flüge werden vom Europäischen Satellitenkontrollzentrum ESOC in Darmstadt geleitet.

„Nach einer langen und wildbewegten Entwicklungszeit ist es schön zu sehen, dass ExoMars nun endlich Realität wird“, betonte Dr. Oliver Angerer, Gruppenleiter im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

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