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Eisenacher BMW Dixi für das Verkehrsmuseum Dresden

Mit seinem Weihnachtsgeschenk, einem schmucken BMW-Dixie, landete der Weihnachtsmann bei den Kindern einen bejubelten Volltreffer. Foto: peter Weckbrodt

Mit seinem Weihnachtsgeschenk, einem schmucken BMW-Dixie, landete der Weihnachtsmann bei den Kindern einen bejubelten Volltreffer. Foto: Peter Weckbrodt

Sammler schenkt Sachsen einen Oldtimer aus Thüringer Produktion

Dresden, 14. Dezember 2015. Ein nobleres Weihnachtsgeschenk gibt es kaum. Doch das Dresdner Verkehrsmuseum konnte es am Sonntag direkt aus den Händen, präziser gesagt aus dem Schlepp des mit einem Traktor angereisten Weihnachtsmannes entgegennehmen. Es ist ein bildschöner BMW Dixi, im Jahre 1928 im thüringischen Eisenach gebaut. Der Oldtimer ist das Geschenk eines Autoliebhabers in der fernen Eifel. Was ihn dazu getrieben hat, sich von dem edlen Stück zu trennen, bleibt erst einmal noch ein Geheimnis.

Umjubelt wurde der Oldtimer von einer Riesenschar Kinder, die selbigen mit vereinten Kräften in den Empfangsbereich des Museums schleppten und sogleich begutachteten. Wann auch die Öffentlichkeit den Dixi in aller Muse beäugen kann, ist offen. Jedenfalls stellt er eine tolle Bereicherung des „Museumsfuhrpark“ dar.

Herrschaftliche Automobile in Eisenach produziert

Der BMW Dixi hat eine bemerkenswerte Geschichte: Dixis gab es bereits nach 1904 in Eisenach. Unter diesem Namen wurden herrschaftliche Automobile und Lastkraftwagen hergestellt. Nach dem Ausscheiden des Firmengründers Heinrich Eberhardt war der Markenname „Wartburg“ aufgegeben worden. Der Name Dixi leitet sich aus dem Lateinischen ab, er steht für „Ich habe gesprochen“.

Nach dcm Weltkrieg Lizenzproduktion

Mit dem Beginn des Ersten Weltkrieges war Schluss mit der Produktion von Zivilfahrzeugen, jetzt waren Rüstungsgüter gefragt. Nach Kriegsende 1918 konnten die Eisenacher nicht an ihre glanzvolle Vorkriegszeit anschließen. In den Dixiwerken begann 1927 die Herstellung des 3/15, der Lizenzproduktion des englischen Kleinwagens Austin 7. Von diesem Rechtslenker wurden 50 Stück gebaut. Ihm folgte der Dixi 3/15 DA. DA stand für Deutsche Ausführung und war folgerichtig ein Linkslenker. Später gab es noch den in Berlin montierten DA 2, der schon eher Limousinengröße hatte.

Der Dixi 3/15 aus dem Jahr 1928, der nun dem Verkehrsmuseum Dresden gehört, besaß einen Vierzylindermotor mit einem Hubraum von 743 Kubikzentimetern. Der BMW hatte eine Leistung von 15 PS und war bis zu 75 km/h schnell. Autor: Peter Weckbrodt

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